(wr) Unter 98 untersuchten Hochschulstandorten zählt Cottbus zu den 25 Städten mit einem wenig angespannten Wohnungsmarkt für Studenten. Das ergibt eine aktuelle Studie des Moses-Mendelssohn-Instituts. Während die durchschnittlichen Kosten für ein WG-Zimmer in Deutschland deutlich von 363 auf 389 Euro gestiegen sind, liegt das durchschnittliche Mietniveau demnach in den 25 günstigeren Städten unter 290 Euro. Neben Cottbus zählen zu diesen Orten Frankfurt (Oder), Halle und Chemnitz.

In den ohnehin begehrten Hochschulstädten, in denen die Mehrheit der mehr als 2,8 Millionen Studierenden wohnt, wurde die Suche nach der passenden Unterkunft dagegen im Vergleich zu 2018 sogar eindeutig schwerer. Beispielsweise erhöhten sich die Preise für WG-Zimmer in den untersuchten Uni-Städten binnen nur eines Jahres im Schnitt von 363 auf 389 Euro, also um rund 7 Prozent. An gefragten Standorten ging es hier teilweise sogar um mehr als 10 Prozent nach oben, in Frankfurt von 480 auf 530 Euro, in Berlin von 420 auf 480 Euro und in Bonn von 363 auf 400 Euro. Selbst der Preis-Spitzenreiter München legte mit jetzt 650 statt 600 Euro für die durchschnittliche WG-Bleibe noch mal kräftig zu. „Einen solch deutlichen Aufwärtstrend bei den Kosten hatten wir nicht erwartet“, sagt Dr. Stefan Brauckmann, Direktor des Moses Mendelssohn Instituts: „Jetzt schlägt in solchen Städten nicht nur voll durch, dass diese bei jungen Menschen beliebt sind. Auch die Nachfrage anderer Gruppen macht Studierenden die Wohnungssuche schwer. Neben Auszubildenden, Trainees und Berufsanfängern suchen dort auch Business-Reisende, ausländische Arbeitskräfte oder Touristen die klassische 1-2- Zimmer-Wohnung.“ Hinzu kommen viele Menschen mit einem Zweit-Domizil in der Stadt.