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Gülle auf Sachsendorfer Wiesen bleibt ohne Sanktion

Cottbus. Nachdem ein Landwirt im Schutzgebiet auf den Sachsendorfer Wiesen Gärreste aus einer Biogasanlage ausgebracht hat, drohen ihm keine Sanktionen. Das erklärt Thomas Rätze aus dem Umweltamt in Cottbus. Peggy Kompalla

Demnach hat es in der vergangenen Woche mit dem Landwirt ein Gespräch gegeben, wobei man sich auf eine engere Zusammenarbeit einigte.

"In dem Gespräch hat uns der Bauer glaubhaft versichern können, dass er die Schutzbestimmungen für die beiden Stellen nicht kannte", erklärt Rätze vom Fachbereich Umwelt und Natur. Darüber hinaus sei der Schaden nicht messbar. "Deshalb wird es keine Sanktionen geben", erklärt Thomas Rätze. "Wir wollen dafür sorgen, dass sich solch ein Fehler nicht wiederholt. Deshalb werden wir seine Aktivitäten in den sensiblen Zonen überprüfen." Das Umweltamt wolle mit dem Landwirt enger zusammenarbeiten, um die "Wasserqualität für die Zukunft zu sichern".

Nach einem anonymen Hinweis durch einen RUNDSCHAU-Leser hatte das Cottbuser Umweltamt festgestellt, dass der Landwirt auf zwei Feuchtwiesen Gülle ausgebracht hat, was der Schutzstatus jedoch nicht erlaubt. Die untere Naturschutzbehörde und Untere Wasserbehörde haben zu dem Vorfall Stellungnahmen an das Landwirtschaftsamt des Landkreises Spree-Neiße in Forst abgegeben.