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Gubener plant neuen Stuk in Cottbus

Den Baum für die Weihnachts-Party hat Lutz Bulda auf dem Gubener Lichtermarkt ersteigert, samt Baumschmuck. Foto: FOTO-Werner/rww1
Den Baum für die Weihnachts-Party hat Lutz Bulda auf dem Gubener Lichtermarkt ersteigert, samt Baumschmuck. Foto: FOTO-Werner/rww1 FOTO: FOTO-Werner/rww1
Es ist der Tipp unter der Jugend in und um Guben, die es Heiligabend nach dem Geschenkeauspacken nicht mehr zu Hause hält. Dann zieht nur noch ein Ort – eine Location: das ehemalige Filmtheater Friedensgrenze mit Disco-Kugel, Baum, „Warm-Up“-Houseparty und „einfach nur Feiern“. Von Beate Möschl

Guben. Wenn die „Diskotiere“ aus Cottbus mit dem kleinen und dem relativ alten Joe auflegen, geht die Post ab. Party bis in den frühen Morgen – dort, wo einst Gojko Mitic als Defa-Indianer über die Leinwand ritt, zuletzt Godzilla und der König der Löwen gezeigt wurden. Mit einst 580 Sitzplätzen ist das alte Kino größer als alles, was Guben der Jugend als Party-Location bieten kann, seit der Nysa-Border-Club das ehemalige Werk IV der Gubener Wolle für Gunter von Hagens geräumt hat.

Der Veranstaltungsort zog schon 2010. „Es war rappelvoll gleich beim ersten Mal“, sagt Lutz Bulda. Nirgendwo sonst lasse sich Weihnachten und Ostern so sichergehen, Freunde und Bekannte zu sehen. „Hier treffen sich die ursprünglichen Gubener aus der Stadt und von den Dörfern in 30 Kilometer Umkreis“, weiß Bulda, der in Guben und Cottbus noch mehr vorhat.

Im Filmtheater könne er ab 2012 theoretisch jeden Monat was los machen, wenn die Auflagen vom Bau- und Ordnungsamt erfüllt sind. Das sei Ergebnis einer Einigung mit dem Insolvenzverwalter der Ufa-Kinos, sagt er. Dies gebe ihm Sicherheit für Investitionen wie die Modernisierung der Toiletten. „Weihnachten werden sie fertig sein.“

Danach macht der 29-Jährige in Cottbus eine neue Baustelle auf. „Wir werden in Cottbus wieder einen Studentenklub einrichten, in Memoriam an den legendären alten Stuk, allerdings am Standort des ehemaligen Muggefugg zwischen den Studentenwohnheimen“, kündigt er an und sagt: „Im Januar geht's los.“

Der gebürtige Gubener setzt seine Konzepte zielstrebig und mit Leidenschaft um und zieht so die Szene mit. Im Sommer vorzugsweise Open Air. Gemeinsam mit dem Gubener René Rölke geht er 2012 mit der „Schlagerparty“ und „einfach nur feiern“ erstmals auf Tour. Bereits sicher sind Stationen in Frankfurt (Oder), Spremberg und Guben, „wenn alles klappt auch Cottbus“, kündigt der gelernte Energieelektroniker an, der alles in der Freizeit organisiert – nach der Schicht im Tagebau Jänschwalde.

„Solange wie sich Hobby und Beruf unter einen Hut bringen lassen, werde ich es parallel laufen lassen“, sagt Lutz Bulda, der in Groß Gastrose aufgewachsen ist. Dort hat er sich 2006 zum ersten Mal als Veranstalter ausprobiert und Blut geleckt. „Mein Ziel ist, mein Hobby zum Beruf zu machen zwischen Cottbus, Guben und Frankfurt (Oder).“ Warum gerade hier? „Ich bin hier geboren. An Weggehen habe ich nie gedacht. Ich hab' mir hier was aufgebaut, was mir Spaß macht und gefragt ist“, sagt er.

Zum „Warm-up“ am 23. Dezember legen ab 23 Uhr die DJs Bell & Brockmann Diablo & Bassmann auf, am 24. Dezember ab 0.01 Uhr die „Diskotiere“. Karten gibt es im „Moses“-Store in der Berliner Straße.