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| 17:55 Uhr

Cottbus
Grundstückspreise in Cottbus steigen weiter

 Mit Wohnungen lassen sich nach wie vor gute Renditen erzielen.
Mit Wohnungen lassen sich nach wie vor gute Renditen erzielen. FOTO: LR / Peggy Kompalla
Cottbus. Der Grundstücksmarktbericht 2018 zeigt dennoch eine Marktberuhigung, Grünflächen sinken im Preis. Von Andrea Hilscher

Seit Dienstag ist der neue Grundstücksmarktbericht für die Stadt Cottbus online zugänglich. Vorgestellt wurde er von Hannes Tischer, stellvertretender Vorsitzender im Gutachterausschuss in der Stadt Cottbus. In den Bericht sind alle Kaufverträge des vergangenen Jahres bis zum Februar 2019 eingegangen. „Wir haben rund 700 Verträge berücksichtigt“, sagt Hannes Tischer, „das sind 14 Prozent weniger als im Vorjahr.“ Auch bei den Umsätzen gab es deutliche Rückgänge: Die Verkaufserlöse aus Grundstücks-, Flächen- und Baulandverkäufen sind um insgesamt 26 Prozent zurückgegangen. „Die Entwicklung entspricht dem Brandenburg-Trend“, sagt der Gutachter.

Insgesamt wurden in Cottbus im vergangenen Jahr 180 Baugenehmigungen erteilt, im Jahr 2017 waren es noch 230. „Wahrscheinlich wird das Bauland langsam knapp“, schätzt der Experte. Die Bodenpreise jedenfalls sind entsprechend gestiegen, liegen im Mittel zwischen 30 und 110 Euro (16 Prozent über dem Vorjahr).

Diese Durchschnittswerte geben aber nur einen groben Einblick in die tatsächliche Preisentwicklung. Während in Maiberg Grundstücke für acht Euro pro Quadratmeter zu haben waren, mussten Bauherren in Branitz oder an der Finsterwalder Straße deutlich tiefer in die Tasche greifen. „In Einzelfällen werden da schon mal 150 Euro aufgerufen“, sagt Tischer.

Auch bei den Kaufpreisen für Ein- und Zweifamilienhäuser hat es deutliche Zuwächse um fünf bis zehn Prozent gegeben. „Damit liegt Cottbus noch immer deutlich unter den Preisen von Potsdam“, sagt der Gutachter. Momentan werden Einfamilienhäuser, die vor 1948 errichtet wurden, im Schnitt für 107 000 Euro verkauft. Neue Häuser gibt es im Schnitt für 250 000 Euro.

Besonders begehrt waren im vergangenen Jahr Reihenhäuser. Für diesen Bereich haben die Gutachter 26 Prozent mehr Käufe erfasst als 2017. Der Geldumsatz in diesem Bereich ist ebenfalls um 26 Prozent gestiegen. Wie bereits in den vergangenen Jahren nimmt die Baujahresgruppe 1990 – 1999 mit ca. 51 Prozent den größten Anteil dieses Marktes ein, mit steigender Nachfrage

Eigentumswohnungen haben ein Preisniveau erreicht, wie es 1996 schon einmal üblich war. Quadratmeterpreise liegen derzeit zwischen 1800 und 3300 Euro pro Quadratmeter.

Anders als in anderen Regionen Brandenburgs sinken die Preise für Grün- und Weideland, forstwirtschaftlich genutzte Flächen dagegen legen weiter an Wert zu.

Der aktuelle Grundstücksmarktbericht ist in gedruckter Form für 40 Euro zu kaufen. Online gibt es ihn kostenlos, unter https://www.gutachterausschuesse-bb.de/CB/pdf/GMB_CB.pdf.