| 02:32 Uhr

Grundsteinlegung für neuen Wichernkomplex

Oberbürgermeister Holger Kelch (v.l.) Senior-Chef Gerhard Schnapke und Bauherr Jörg Schnapke bei der Grundsteinlegung des Wichernhauses.
Oberbürgermeister Holger Kelch (v.l.) Senior-Chef Gerhard Schnapke und Bauherr Jörg Schnapke bei der Grundsteinlegung des Wichernhauses. FOTO: sme
Cottbus. "Heute verschwindet ein Schandfleck und darüber freue ich mich", erklärte Oberbürgermeister Holger Kelch bei einer gestrigen Grundsteinlegung. Ort der Grundsteinlegung und des Schandflecks ist der Wichernkomplex zwischen Mühlenstraße und Am Spreeufer, wo bis 2019 drei neue Wohnhäuser entstehen sollen.

Das Wichernhaus selbst wird komplett saniert. "Das Bild des Wichernhauses habe sich in den letzten 20 Jahren drastisch nach unten gewandelt", so Kelch, der davon überzeugt ist, dass sich das zukünftige Objekt hervorragend in das Stadtbild einfügen wird. 55 moderne Wohnungen, die jeweils zwischen 60 und 120 Quadratmeter groß sein werden, sollen durch das Bauvorhaben der Schnapke-Gruppe entstehen. Die meisten davon werden barrierefrei sein. Außerdem können, im Zuge der Wohnungsverkäufe, die Zuschnitte der Wohnungen individuell angepasst werden, so lange die Tragfähigkeit nicht belastet wird. Ergänzt wird der Komplex durch ein Parkdeck mit 45 Stellplätzen. Für die Zukunft des Wichernhauses stehen jedoch noch alle Möglichkeiten offen. Nach wie vor könnte auch eine Tagespflege dort einziehen. Durch die vorgegebene Bausubstanz sei es aber schwierig das Haus barrierefrei umzubauen. Wohnraum für jüngere Leute ist für Gerhard Schnapke dort ebenfalls vorstellbar. Der Senior-Chef der Schnapke-Gruppe erklärte den Gästen der Grundsteinlegung, dass man "bis zum jüngsten Tag" mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt habe. Insbesondere der Denkmalschutz in den oberen Landesbehörden habe "langatmig" gearbeitet. "Die entstandene Zeitverzögerung wäre nicht notwendig gewesen." Dennoch ist Schnapke guter Hoffnung. "Wir wissen was wir tun und sind überzeugt von dem, was wir tun." Momentan arbeiten noch Archäologen auf dem Baugelände. Die Schnapke-Gruppe investiert hier rund zehn Millionen Euro.