Die Cottbuser Stadtverordneten folgten mit ihrem Abwägungsbeschluss für den Bebauungsplan den Wünschen des Investors. Allerdings wurden zugleich Auflagen für den Alltagsbetrieb formuliert, die nun Eingang in eine noch zu schließende Vereinbarung finden sollen.

Als Streitpunkt hatte sich bisher die Gestaltung des Eingangs in Richtung Stadthalle herausgestellt. Der Investor wollte diesen zentral an der Postparkplatz-Seite schaffen. Kunden von Richtung Stadthalle, Altmarkt und Sprem würden dadurch direkt in die Passage geleitet, so Andreas Haas von Gepro Bau. Ein Teil der Cottbuser Stadtverordneten war hingegen dafür, den Eingang in Richtung Wohnscheibe und damit genau an die Ecke des geplanten Anbaus zu verlegen. Damit würde die Ladenpassage in der GWC-Wohnscheibe besser angebunden, so die Argumentation.

Nach abschließenden Beratungen in den einzelnen Fraktionen gab es am Mittwoch nun Zustimmung für die Variante des Investors.

Mit Inbetriebnahme des Einkaufszentrums, Gepro peilt nach eigenen Angaben eine Eröffnung Ostern 2012 an, wird es allerdings Auflagen für den täglichen Betrieb geben. So soll der Anlieferverkehr auf die Zeit von 7 bis 10 Uhr beschränkt werden. Die CDU/FDP/Frauenliste-Fraktion fordert außerdem „wirksame Maßnahmen des Lärmschutzes“ für die Bewohner der angrenzenden GWC-Wohnscheibe. Auch für den Stichgang von der neuen Einkaufspassage zur Wohnscheibe gibt es Wünsche, die bis zur Festlegung auf eine bestimmte Anzahl an Geschäften im Übergangsbereich reichen. Letzteres geht Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) allerdings zu weit. „Der Investor geht in die finanzielle Verantwortung, er muss deshalb auch die Möglichkeiten haben, über die Fragen des Zuschnitts der Ladenlokale frei zu entscheiden“, sagt er.