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| 19:11 Uhr

Cottbus
Gründung von CTK-Tochter vertagt

Carl-Thiem-Klinikum
Carl-Thiem-Klinikum FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau / Angelika Brinkop
Cottbus. Das Stadtparlament hat am Mittwochabend die Entscheidung über die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft für das städtische Carl-Thiem-Klinikum vertagt. Von Peggy Kompalla

Es waren zu viele Fragen offen, woraufhin Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) die Debatte abkürzte und die Beschlussvorlage in eine zweite Lesung schickte. Das CTK will in der neuen Thiem-Reinigung (TRG) GmbH die Reinigungsdienstleistungen zusammenfassen. Der Klinikbetrieb rechnet über dieses Geschäftsmodell mit einem jährlichen Steuervorteil von rund 240 000 Euro. Die Pläne stoßen aber sowohl bei der Dienstleistungsgewerkschaft verdi als auch beim CTK-Betriebsrat auf Kritik. Sie befürchten eine Schlechterstellung der Mitarbeiter.

Beide Personalvertretungen rechnen mit einer schlechteren Bezahlung des Personals der Thiem-Reinigung GmbH. Denn diese sollen sich nach den Tarifverträgen des Gebäudereinigerhandwerks richten. Der Betriebsrat warnt in einem Brief an die Stadtverordneten: „Darüber hinaus ist laut einem CTK-intern veröffentlichten Konzeptpapier vom 16. April 2018 vorgesehen, eine Gruppe von Mitarbeitern der hauseigenen Reinigung sowie der OP-Bettenreinigung der Muttergesellschaft CTK in diese TRG überzuleiten.“ Für die Betroffenen bedeute dies eine schlechtere Bezahlung und veränderte Arbeitsbedingungen.

Zudem liegt dem CTK für das Steuersparmodell noch keine Bestätigung durch das Finanzamt vor, wie eine Nachfrage von Torsten Kaps (AUB) ergab.