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Großes Tamtam in Komptendorf

Bürgermeister Dieter Perko kann nicht nur Reden zur Eröffnung des Musikfestes halten, sondern auch auf die Pauke hauen.
Bürgermeister Dieter Perko kann nicht nur Reden zur Eröffnung des Musikfestes halten, sondern auch auf die Pauke hauen. FOTO: Hirche/jul1
Komptendorf. Im Neuhausener Ortsteil Komptendorf hat es am Wochenende eine Menge Tamtam gegeben. Aus gutem Grund: Es wurde das zehnte Internationale Musikfest veranstaltet. jul1

Der Spielmannszug Komptendorf begrüßte dazu 14 Spielmannszüge, Schalmeienorchester und Fanfarenzüge aus Deutschland und Polen. Die Komptendorfer selbst steuerten zwei Formationen zum Programm bei. Die Gäste kamen aus Altenburg, Neubrandenburg, Lauchhammer, Laubsdorf, Calau, Lübbenau, Bad Muskau, Cottbus, Strausberg, Turnow und Senftenberg.

Cheforganisator Rene Weidner sagte: "Wir sind besonders stolz, dass wir es zu unserem Jubiläum geschafft haben, dass der Fanfarenzug Strausberg heute hier ist." Die 120 Spielleute reisten mit zwei ersten Plätzen im Gepäck von der Fanfaronade an, die am Samstag in Großräschen stattfand. Für diese Leistung gab es spontanes Ständchen für die Gäste von den Komptendorfern.

Neuhausens Bürgermeister Dieter Perko (CDU) wagte sich zur Feier des Tages sogar an die Pauke des Ehemaligen-Orchesters. "Es ist beeindruckend, welche Energie und welche Freude diese Musik verbreitet", sagte der Bürgermeister. "Dass das nicht so einfach ist, wie es aussieht, weiß ich jetzt. Die Spielleute sind für mich unverzichtbar. Sie sind bei vielen Festen in unserer Gemeinde präsent, haben Neuhausen über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Wenn ich nach Polen zu unseren Partnern fahre, dann bitten sie mich immer: aber mit Eurem Orchester." Bei den Ehemaligen waren auch Heidrun Wieder und ihre Tochter Vanessa aus Kathlow dabei. "Ich habe bis 1997 in dem Spielmannszug musiziert." Jana Hampel kann es dagegen nicht lassen. Sie ist die Stabführerin: "Es macht einfach Spaß. Ich habe mal pausiert, aber da fehlte was."

Rene Weidner spielt seit seinem siebenten Lebensjahr, ist heute 41. Bürgermeister Dieter Perko lobte ihn besonders, hob die Nachwuchsarbeit hervor. Letzteres schätzen die Komptendorfer. Martin Reich schaute sich den Sternmarsch am Sonntagvormittag vor seiner Haustür in der Dorfstraße an: "Ich bin Mitglied im Spielmannszug und finde es toll, wie das Fest organisiert wird."

Natürlich war Martin Reich auch bei der großen Schauveranstaltung auf dem Sportplatz nach dem Umzug. Dort wartete bereits seine Frau Turid, die selbst einst in Dissenchen im Spielmannszug mitmachte. Aus Spremberg kamen die Jäckels: "Wir wollten vor allem die Strausberger sehen." Ingeborg und Karl-Heinz Jurk aus Komptendorf freuten sich über ihre Kinder und Enkel, die mitspielten: "Wir waren immer dabei, das ist Tradition. Wir würden nie ein Musikfest verpassen."

Auch die nächste Spielleute-Generation aus Komptendorf war beim Sternmarsch und bei der Schau auf dem Sportplatz dabei. Dirk Heidemann und Madleen Markus brachten ihre Söhne Jonas und Luca mit. Der vierjährige Luca klatschte mit seinem Freund Jakub die ganze Zeit im Takt mit.