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| 02:33 Uhr

Große Vorfreude in Willmersdorf

Kaum zu erkennen: Oberbürgermeister Holger Kelch (links) beim Wassertransport.
Kaum zu erkennen: Oberbürgermeister Holger Kelch (links) beim Wassertransport. FOTO: Georg Zielonkowski/ski1
Cottbus. Der Cottbuser Stadtteil Willmersdorf war am vergangenen Wochenende an der Reihe, die Serie der Ostsee-Feste fortzusetzen. Neben jeder Menge spaßigen Aktionen standen die Ostsee-Zukunftsvisionen im Mittelpunkt. Georg Zielonkowski / ski1

Noch kurz vor der 11. Auflage der Veranstaltungsreihe, die von den Orten rund um den künftigen See alljährlich im Sommer durchgeführt wird, hatte Willmersdorfs Ortsbürgermeisterin Anke Schulz noch ihre Zweifel. Und zwar daran, ob denn die Mehrzahl der Bürger im Ort schon die Riesenchance begriffen haben, welch große Zukunftsvisionen ein geflutetes Tagebaurestloch verspricht.

Nach dem Fest dürften sich diese Zweifel deutlich verzogen haben. Denn mit viel Leidenschaft und Enthusiasmus feierten die Willmersdorfer drei Tage lang am und auf dem Sportplatz. Jubiläen von Sportverein und Feuerwehr standen im Mittelpunkt, bevor sich das Sonntagsprogramm ausschließlich um das Thema Ostsee drehte.

Zunächst waren es die an den Ufern des künftigen Gewässers liegenden Ortschaften, die mit ihren Viererteams den üblichen Staffellauf der Seeanrainer austrugen. Hier hatte das Quartett von Eintracht Schlichow die Nase vorn - was mit einer stilgerechten Torte als Preis belohnt wurde.

Weit mehr im Interesse der zahlreichen Gäste stand später aber der traditionelle Ostsee-Wasserlauf. Allein deshalb, weil sich die Veranstalter einen lustigen Wettkampf ausgedacht hatten. Mit nostalgischen "Jaucheschöppern" war Wasser von einem Bottich nach einem Slalomlauf in eine 40 Meter entfernte Wanne zu bugsieren. Doch waren die Teilnehmer der zehn Mannschaften verpflichtet, während der "Spielzeit" Taucherbrillen und Sommerhüte aufzusetzen. Die gastgebenden SG Willmersdorf setzten sich am Ende durch. Das meiste Aufsehen erregte jedoch das Startquartett. Waren in diesem doch bekannte Persönlichkeiten unterwegs, angeführt vom Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) und der Peitzer Amtsdirektorin Elvira Hölzner.

Unter den Gästen war auch der Vorsitzende der Cottbuser Parkläufer, der sich Anregungen für ähnlich volkstümliche Wettbewerbe einholen wollte. "Grundsätzlich finde ich es prima, dass man den Leuten das Thema Ostsee unterhaltsam näher bringt und somit vielleicht vorhandene Vorbehalte abbaut", so René Hintz.

Oberbürgermeister Holger Kelch munterte die Besucher des Tages in seiner Begrüßungsrede auf, ruhig Ideen und mutige Visionen zu haben, wie das zu erwartende künftige Naherholungsgebiet wohl zu gestalten wäre. Beim Kinder-Malwettbewerb waren schon viele dieser Ideen zu sehen, stellt Holger Kelch fest. "All diese Wünsche darf man ruhig beachten. Schön übrigens, wenn sich Kinder wünschen, dass am Ostsee genügend Papierkörbe aufgestellt werden, damit dort möglichst kein Müll herumliegt", so der Cottbuser Rathauschef.

Elvira Hölzner mahnte in ihrer Rede alle Beteiligten zur Eile, als sie vorrechnete, dass nur noch reichlich zwei Jahre vergehen, bis im November 2018 der obligatorische Wasserhahn zum Füllen des Ostsees geöffnet wird: "Bauten im Uferbereich müssen dann beendet sein, also ist Tempo angesagt."

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