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Große Bühne für historische Blockhäuser in Burg

Der Kachelofen in der Wohnstube findet bei Besuchern besonders viel Bewunderung.
Der Kachelofen in der Wohnstube findet bei Besuchern besonders viel Bewunderung. FOTO: Michael Helbig/IgB
Burg. (big) Das Spreewaldhaus hat heute auf dem Handwerker- und Bauernmarkt in Burg einen großen Auftritt. Auf der Bühne des Festplatzes wird es als "Bauernhaus des Jahres 2017" ausgerufen.

Mit diesem erstmals vergebenen Titel rückt die bundesweit tätige Interessengemeinschaft Bauernhaus (IgB) die Spreewälder Blockbebauung ins Licht der Öffentlichkeit, um sie "für die Besonderheit und Schönheit dieses speziellen Haustyps zu sensibilisieren", so Ulrike Bach von der IgB. Die historische ländliche Baukultur werde immer noch zu wenig geschätzt, durch Abriss seien jedes Jahr unwiederbringliche Verluste zu beklagen. So wäre es um ein Haar auch dem Wohnstallhaus aus dem Jahr 1726 ergangen, das seinen Platz auf dem Schlossberghof in Burg gefunden hat. Mitglieder der Außenstelle Spreewald der IgB und andere Helfer haben es in zehn Jahre währender Arbeit mit viel Enthusiasmus vor der Zerstörung bewahrt und wieder aufgebaut. Seit 2015 haben etwa Tausend Einheimische und Touristen das nach der letzten Bewohnerin benannte Spreewaldhaus besucht und gesehen, wie ein solches Gebäude erhalten, fachgerecht restauriert und zeitgemäß genutzt werden kann. Die dicken Erlenbalken und Lehmwände, der Kachelofen in der guten Stube und die schwarze Küche fanden dabei ebenso Bewunderung wie die Erdwärme- und Wandheizung. Als "Bauernhaus des Jahres" wird es in den kommenden Wochen und Monaten wie die anderen liebevoll gepflegten Spreewaldhäuser in Burg und Umgebung besondere Aufmerksamkeit finden.

Das Annemarie-Schulz-Haus auf dem Schlossberghof in Burg, Byhleguhrer Straße 17, kann am 8. und 9. Juli von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden.