Es ist schon ein paar Wochen her, dass die von Kabel eins beauftragte Produktionsfirma in Cottbus und im Spreewald in die Töpfe und auf die Teller von fünf Gastronomen zwischen Cottbus und Lübben geschaut hat. In der vorigen Woche war das alles plötzlich wieder alles sehr präsent. Und der Effekt hält an. Das Spreewald-Cottbus-Spezial "Mein Lokal, dein Lokal", eine Woche lang im Vorabendprogramm des Privatsenders, macht deutschlandweit Lust, die vorgestellten Restaurants zu testen.

Selbst der Sieger und Gewinner von 3000 Euro Preisgeld Michael Krause betont im RUNDSCHAU-Gespräch: "Es geht nicht ums Geld, sondern um die Reklame." Schließlich hätten acht Millionen Leute in ganz Deutschland die Sendungen geschaut. Dass viele dabei die Reiselust gepackt hat, ist in den sozialen Netzwerken nachzulesen.

Auch der Chefkoch und Mitinhaber des Lübbener Schlossrestaurants "Edelmond" hat die Resonanz am Wochenende gespürt. "80 Prozent der Gäste am Sonntag waren wegen der Fernsehserie hier", sagt Michael Krause. Das habe er zahlreichen Nachfragen entnommen. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Obwohl jetzt ohnehin Hauptsaison ist, stellt der Meister des guten Geschmacks fest: "Ich freu mich über jeden Gast, der kommt."

Was im "Edelmond" besonders gut ankommt, ist Krauses Erfahrung nach das Konzept, das auf frische Zutaten baut. "Wir machen unsere Schokolade aus reinen Kakaobohnen und unser Eis selbst", sagt der Koch. "Und wir lassen unser Fleisch selbst reifen." Bei "Mein Lokal, dein Lokal" sei nichts gestellt gewesen, alle hätten sich so präsentiert, wie sie sind.

Steve Glombik, Inhaber des "Holzschuppen" Burg sieht das etwas anders. "Das ist eine reine Drehbuchproduktion", sagt er. Das Drehteam habe es gezielt auf Situationen angelegt, die die einzelnen Folgen interessant machen. Trotzdem sei er gern dabei gewesen und sehe das als "eine Riesenauszeichnung" aus, gesteht der 27-Jährige, der in der Wertung Platz vier erreicht hat.

Entscheidend für den studierten Fitness- und Erlebnisökonomen ist die "Riesenwerbereichweite" der TV-Produktion. Auch weitere TV-Formate hätten bereits angeklopft. Und die Gäste? Steve Glombik: "Das letzte Mal hatten wir zur Weihnachtszeit so viele Reservierungen."

Der "Holzschuppen" hat gerade mal sein erstes Jahr hinter sich. "Wir sind auf einem guten Weg und sehr zufrieden", sagt der Inhaber. Doch ein wirkliches Fazit wolle er erst nach fünf Jahren ziehen. Von der Fernsehserie verspricht er sich, "dass die Leute auch später noch in den Spreewald kommen und sagen: Das ist der Holzschuppen. Das ist Steve."

Michael Krause ist wichtig festzuhalten: "Bei den Dreharbeiten sind Freundschaften entstanden. Wir verstehen uns bestens."