ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:26 Uhr

Größte Blutspendeaktion Südbrandenburgs
300 Lebensretter im Lausitz Park

 Erwin Adolph aus Guben (r.) hat am Samstag bei der großen Aktion im Lausitz Park seine 175. DRK-Blutpsende geleistet, während Christian Klauk (l.) aus Cottbus zum 19. Mal Blut spendete. Betreut wurden sie während der Blutentnahme von Schwester Uschi.
Erwin Adolph aus Guben (r.) hat am Samstag bei der großen Aktion im Lausitz Park seine 175. DRK-Blutpsende geleistet, während Christian Klauk (l.) aus Cottbus zum 19. Mal Blut spendete. Betreut wurden sie während der Blutentnahme von Schwester Uschi. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Die größte Blutspendeaktion im Süden Brandenburgs hat zum 23. Mal in Cottbus stattgefunden. Gerade in den Ferien werden Spenden aller Blutgruppen dringend benötigt. Von Michael Helbig

Zwei Blutspendebusse hatte das Deutsche Rote Kreuz am Samstag zum Lausitz Park geschickt.  Zusätzlich zu diesen mobilen Blutspendezentren empfing ein DRK-Team Blutspender an diesem Tag außerdem in den Räumen des Centermanagements. Bereits zum 23. Mal konnten alle Interessierten bei dieser mittlerweile größten Blutspendeaktion im Süden Brandenburgs mit ihrem Engagement Leben retten.

Zu ihnen gehörte auch Heiko Heinze aus Drebkau. Er war extra mit seinem Sohn Heinrik (7) nach Groß Gaglow zum Lausitz Park gekommen, um zum 45. Mal sein kostbares Blut für Hilfebedürftige zu spenden. „Ich bin überzeugter Blutspender und weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell zum Beispiel Angehörige aus der eigenen Familie auf eine Blutspende angewiesen sein können. Wenn Leben entsteht, kann es manchmal auch zu Komplikationen kommen, und dann zählt jede Blutspende.“ So sah es auch Erwin Adolph aus Guben, der am Samstag zum 175. Mal „an der Nadel“ hing. „Ich habe 1976 mit dem Blutspenden angefangen, weil es in unserem Apotheken-Kollektiv so beschlossen wurde“, erzählte er schmunzelnd, während der kostbare rote Saft kontinuierlich aus seiner Vene in den Blutbeutel rann. „Der Körper hat sich daran gewöhnt, und es ist ja für einen guten Zweck“, fügte der überzeugte Blutspender hinzu, der für seine 175. Spende vom DRK-Werbereferent Norbert Nowakowski schon jetzt die Einladung für die große Ehrung langjähriger DRK-Blutspender am 7. März 2020 im Schloss Lübbenau und eine Flasche Sekt überreicht bekam.

Mit der großen Resonanz von etwa 300 Blutspendern bei der DRK-Aktion im Lausitz Park zeigte sich auch die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit des Cottbuser Blutspende-Instituts, Annett Smolka, zufrieden: „Wir sind froh, dass das Wetter heute sehr angenehm war und sehr viele Menschen zur freiwilligen Blutspende animiert hat. Es ist schön, das heute sehr viele Familien hier waren und gerade in der Ferien- und Urlaubszeit zum Blutspenden in den Lausitz Park gekommen sind.“

Doch nicht Blutspender konnten man am Samstag im Lausitz Park zu Lebensrettern werden: Es gab auch die Möglichkeit, sich als Stammzellspender typisieren zu lassen. Denn vielen Patienten kann heute durch die Übertragung von Stammzellen eines gesunden Spenders geholfen werden. Wird in der eigenen Familie kein geeigneter Spender gefunden, ist der Patient auf einen Fremdspender angewiesen.

Auch in den Sommerferien muss die Versorgung der Patienten in den Kliniken des Landes Brandenburg sichergestellt werden. Denn trotz der Errungenschaften der modernen Hochleistungsmedizin, können viele schwere Erkrankungen nur durch die Gabe von Präparaten aus Spenderblut behandelt werden. Derzeit werden dringend Blutspenden aller Blutgruppen benötigt. Den Bedarf können Interessierte tagesaktuell am Blutspendebarometer auf der Website des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost einsehen:  www.blutspende-nordost.de.