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| 19:25 Uhr

Folgenschwere Krankheitswelle
Grippe legt inzwischen das Cottbuser Amtsgericht lahm

Die Grippe hat die Lausitz fest im Griff. Das hat inzwischen Folgen für das öffentliche Leben.
Die Grippe hat die Lausitz fest im Griff. Das hat inzwischen Folgen für das öffentliche Leben. FOTO: Maurizio Gambarini / dpa
Cottbus. Die Grippewelle rauscht durch die Lausitz und sorgt für immer mehr Ausfällen in Betrieben und Kommunen. Der Direktor des Amtsgerichts in Cottbus Michael Höhr bittet inzwischen schon, nicht dringende Besuche beim Gericht möglichst zu verschieben.

Husten, Schnupfen, Fieber - am Freitag meldete das Amtsgericht Cottbus „Land unter“. „Es fehlen zurzeit mehr als 30 Bedienstete allein krankheitsbedingt“, sagt Michale Höhr, Direktor des Amtsgerichtes.

Besonders betroffen seien die Nachlassabteilung und die Insolvenzabteilung. Auch in einigen anderen Abteilungen des Gerichtes sei die Situation mehr als schwierig. „Wir können zurzeit noch nicht abschätzen, wann sich diese Zustände wieder einigermaßen normalisieren werden“, sagt Höhr. Und das hat Folgen. In den kommenden zwei Wochen müssten Bürger bei der Abwicklung des Personenverkehrs mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Michael Höhr bittet potentielle Besucher, zu prüfen ob ein Aufsuchen des Gerichtes in den kommenden zwei Wochen wirklich dringend notwendig ist.

Wer dennoch das Gericht persönlich aufsuchen oder telefonisch erreichen will, braucht auf jeden Fall Geduld. Höhr: „Ich bitte vorsorglich um Verständnis, dass es zu erheblichen Verzögerungen kommen kann.“ Womöglich reicht Geduld nicht. „ich kann derzeit nicht ausschließen, dass es in Einzelfällen dazu kommt, dass wir Besucher auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten müssen“, sagt der Direktor des Cottbuser Amtsgerichtes.

Die Gerichtsmitarbeiter sind beileibe nicht die einzigen Grippe-Opfer in der der Region. In dieser Woche konnten Busse im Stadtverkehr von Senftenberg nicht fahren, weil so viel Fahrer fehlten. Und in einer Lübbenauer Schule mussten ganze Klassen nach Hause geschickt werden, weil sich die Lehrer krank gemeldet hatten.

(bf/si)