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| 02:33 Uhr

Gospel zieht Cottbus in seinen magischen Bann

Freude an der Musik, den gemeinsamen Auftritten und dem Groove der afroamerikanischen Lieder verbindet die "St. Peter Gospel Singers".
Freude an der Musik, den gemeinsamen Auftritten und dem Groove der afroamerikanischen Lieder verbindet die "St. Peter Gospel Singers". FOTO: SELK Cottbus
Cottbus. Gospel, das lässt sich zwar mit "gute Nachricht" übersetzen, erklärt ist das Phänomen damit aber noch längst nicht. Immer mehr Menschen lassen sich von den starken Stimmen, den sanften Grooves und den eingängigen Texten amerikanischer Kirchenmusik mitreißen. Andrea Hilscher

Hinrich Müller, Pfarrer der Kreuzkirche und begeistertes Mitglied der "St. Peter Gospel Singers" ist gespannt auf den nächsten Auftritt seines Chores: Am kommenden Sonntag singen die Gospelfreunde in der Dissener Kirche - bereit zum zweiten Mal. Hinrich Müller: "Erstmalig hat sich der Chor Anfang Januar 2016 mit einem Konzert in der Dissener Kirche an die Öffentlichkeit gewagt und war überwältigt, dass die Kirche am Ende mit 400 Besuchern aus allen Nähten platzte." Auch für diesen Sonntag rechnen die Sänger mit einer ähnlichen Resonanz.

Der Chor, der mittlerweile 30 feste Mitglieder zählt, hat sich 2012 in der Döbbricker Petrus-Kirche gegründet, probt inzwischen regelmäßig in der Cottbuser Kreuzkirche. Sein Repertoire umfasst Gospel, Spirituals sowie Arrangements in Pop und Jazz. Altbewährte Gospel-Klassiker, die die Botschaft des christlichen Glaubens mit Leidenschaft ausdrücken, stehen genauso auf dem Programm wie neue Kompositionen und Arrangements des immer wieder mitreißenden Chorleiters Kevin Traeger (ehemals "Do I smell Cupcakes"). Bei einzelnen Titeln ist die Cottbuser Band "Silent Green" mit von der Partie.

Das erste große Konzert in Dissen war für die "St. Peter Gospel Singers" Auftakt einer Reihe von Auftritten, die den Sängern inzwischen eine treue Fangemeinde beschert hat. Neben den Konzerten gestalten die Chormitglieder regelmäßig Gottesdienste in der Kreuzkirche, der Döbbricker Petrusgemeinde mit und bleiben so dicht am Ursprung ihrer Musik: "Gospel und Spirituals sind Lieder, die mit Leidenschaft vom christlichen Glauben und seiner Hoffnung erzählen", so Hinrich Müller. Dank dieser unnachahmlichen Mischung aus Musik, christlicher Botschaft und gelebter Gemeinschaft sind nicht nur die Auftritte der Gospel Singers inzwischen ein Garant für volle Häuser - auch der Chor selbst freut sich über regen Zulauf.

Nur zwei Wochen nach dem Gospelkonzert in Dissen wird das Kirchenschiff der Oberkirche in Cottbus zum Resonanzraum für die kristallklaren Stimmen von "Reverend Gregory M. Kelly´s Best of Harlem Gospel".

Namensgeber dieses Chores aus New York ist der Grammy-Preisträger Reverend Gregory M. Kelly, der acht Sänger und Instrumentalisten zu einem beeindruckenden Klangkörper geformt hat. Sie alle bringen den Geist, den "Spirit" aus Harlems Kirchen mit nach Cottbus. Kristallklare Stimmen, Dynamik und Inbrunst prägen die Musik, die englisch-sprachige Klassiker sowie traditionelle und unbekanntere Gospel-Stücke umfasst. Zu Hören sein werden Lieder zum Mitsingen wie etwa "Oh happy day" und "Amen" über "Whole world in his hands" bis hin zu "Go, tell it on the mountain" reichen. Gelebte Religion für die einen, mitreißende Musik für die anderen - Genuss in jedem Fall.

Die Termine: Gospel Eve - "St.Peter Gospel Singers" aus Cottbus in Concert. Am 8. Januar ab 16 Uhr in der Evangelischen Kirche in Dissen. Der Eintritt ist frei, eine Kollekte erbeten.

Reverend Gregory M. Kelly´s Best of Harlem Gospel: am 22. Januar in der Oberkirche Cottbus, Einlass ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen: 27,50 Euro.