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Goldener Glanz für Döbbricker Kirche

Auf der neuen Wetterfahne ist das Jahr der Errichtung der Döbbricker Dorfkirche zu sehen.
Auf der neuen Wetterfahne ist das Jahr der Errichtung der Döbbricker Dorfkirche zu sehen. FOTO: Christian Fünfgeld
Cottbus. Die Döbbricker Dorfkirche ist ein Schmuckstück geworden. Das sagt nicht nur Ortsvorsteherin Barbara Merz. Dach und Fassade wurden saniert. Zum Abschluss wurde am Mittwoch die restaurierte Bekrönung angebracht. Sven Hering

Das Original ist zurück. Die Dorfkirche in Döbbrick erstrahlt wieder in ihren ursprünglichen Farben. Bei der Sanierung der Fassade wurde der im Jahr 1911 ausgewählte Ton gewählt. "Restauratoren haben die Farbgebung ermittelt", sagt Peter Berger, Chef des mit der Planung beauftragten Cottbuser Architekturbüros Berger & Fiedler. Rund 160 000 Euro wurden seinen Angaben zufolge in Dach und Fassade investiert.

Am Mittwoch interessierten sich die Döbbricker allerdings vor allem dafür, was ganz oben auf dem Dach passiert. Dort wurde die restaurierte Bekrönung angebracht. "Damit haben wir den Glanzpunkt aufgesetzt", so Christian Fünfgeld vom Bauausschuss der evangelischen Klosterkirchengemeinde. Rund 4500 Euro kostete die goldene Turmspitze mit Wetterfahne. Finanziert wurde sie durch Spenden. So hatte die Döbbricker Ortsvorsteherin Barbara Merz anlässlich ihres 50. Geburtstags ihre Gäste gebeten, statt Geschenken eine Geldspende für die Kirche zu leisten. "1500 Euro sind zusammengekommen", sagt sie und ergänzt: "Die Kirche ist ein richtiges Schmuckstück geworden, ich bin stolz."

Richard Matusch verfolgte die Arbeiten in den vergangenen Wochen sehr genau. Der 90-Jährige wohnt nicht nur direkt neben der Kirche, sondern war schon bei der Sanierung im Jahr 1974 dabei. "Die Holzbohlen, die wir damals brauchten, gab es nur unter der Hand", erzählt er. Beim Bau der Kirche im Jahr 1911 sei der dazugehörige Turm ohne Gerüst errichtet worden. Nach sechs Monaten stand das Gebäude. Das habe in Unterlagen gestanden, die bei der letzten Sanierung 1999 gefunden worden seien.