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Glamour auf Cottbuser Laufsteg

Die Auszubildenden Tatjana Jurkschat (r.) und Laura Dometzky heften Teile des Kleides zusammen. Foto: Elke Scheim
Die Auszubildenden Tatjana Jurkschat (r.) und Laura Dometzky heften Teile des Kleides zusammen. Foto: Elke Scheim FOTO: Elke Scheim
Festliche Jugendmode präsentieren am heutigen Samstag Auszubildende der Maßschneiderei des Oberstufenzentrums I Spree-Neiße auf dem Laufsteg in „Galeria Kaufhof“ in Cottbus. Ein Mode-Award wird vergeben. Von Adelheid Floß

Die Idee der Kooperation zwischen der Ausbildungsstätte für Maßschneider und dem Cottbuser Kaufhaus entstand nach Aussage von Heidemarie Wagner, Abteilungsleiterin am Oberstufenzentrum, in der "Nacht der kreativen Köpfe" in Cottbus. "Mit Skizzen und Entwürfen unserer Auszubildenden trugen wir damals zur Gestaltung des Kaufhauses bei", erzählt die Ausbilderin. Begeistert von den Fähigkeiten der jungen Leute entstand bei Kaufhausleiterin Christine Rödiger die Idee, die Kreativität der jungen Leute zu fördern. Ihr Vorschlag, festliche Mode für die Jugendweihe oder den Abi-Ball selbst zu entwerfen und während einer Modenschau im Cottbuser Kaufhaus zu präsentieren, begeisterte sofort die angehenden Schneiderinnen. Nachdem der Kooperationsvertrag am 5. März des vergangenen Jahres besiegelt worden war, sprühten die jungen Leute vor Ideen. Das von Galeria Kaufhof mitgebrachte Papier füllte sich schnell mit Entwürfen von Festkleidern.Mit 134 Entwürfen traten die Auszubildenden des 2. und 3. Lehrjahres dann in Cottbus vor eine kritische Jugendjury. "Schülerinnen der Paul-Werner-Oberschule in Cottbus sowie des Gymnasiums Forst haben aus den Vorschlägen zehn Modelle ausgewählt", berichtet Heidemarie Wagner. Kaufhausleiterin Christine Rödiger erinnert sich: "Es sind tolle Geschichten dabei herausgekommen." Einerseits seien die jungen Leute herausgefordert worden, andererseits hätten sie aber auch gemerkt, dass nicht alle Ideen auch auf Resonanz stoßen.Nachdem die Entscheidung feststand, griffen die jungen Schneiderinnen zu Schere und Nadel. Schnitte galt es zu konstruieren, den Stoff auszusuchen und das Kleid zu nähen, das Glamour verbreitet.Die ersten festlichen Kleider aus der Schneiderwerkstatt sind an Modepuppen bereits im Kaufhaus ausgestellt worden. "Wir haben damit auf unser Projekt aufmerksam gemacht", sagt Elke Scheim, Abteilungsleiterin der Damen- und Herrenmode bei Galeria Kaufhof. Auch sie findet die Idee gut, jungen Leuten die Chance zu geben, ihre eigenen Ideen einzubringen. "Was uns die Industrie an festlicher Mode anbietet, ist zu wenig", erklärt sie. Mit dem Auftritt der jungen Leute könne sie sich vorstellen, dass ein völlig neuer Trend entstehe.Der große Auftritt der jungen Schneiderinnen, die ihre Modelle selbst tragen werden, ist heute auf dem Laufsteg in der ersten Etage zu erleben. "Am Samstag dreht sich alles um das Thema Jugendweihe", erzählt Elke Schleim. Tipps für Geschenke, das richtige Outfit und die festlich gedeckte Kaffeetafel gehörten neben weiteren Modeschauen aus der eigenen Kollektion dazu. Die Sängerin Kathrin Jantke sei Veranstaltungsgast."Gegen 16 Uhr treten die Auszubildenden mit ihren zehn Modellen ins Scheinwerferlicht", kündigt Elke Scheim an. "Eine Jury vergibt Punkte für jedes Modell, und das Kleid mit der höchsten Punktzahl bekommt den Mode-Award", fügt sie hinzu. Es handele sich um eine Skulptur für den Sieger. Außerdem solle die beste Teamarbeit honoriert werden.

Diese festlichen Kleider gehören zur Kollektion, die auf dem Laufsteg zu sehen ist. Fotos: A. Floß
Diese festlichen Kleider gehören zur Kollektion, die auf dem Laufsteg zu sehen ist. Fotos: A. Floß