ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:49 Uhr

Cottbus
Gewerkschaft kritisiertneue Krankenhaus-Pläne

Cottbus. Skepsis wächst auch unter den Stadtverordneten. Von Peggy Kompalla

Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die Gründung einer weiteren Tochtergesellschaft am Carl-Thiem-Klinikum (CTK). Das betont Gewerkschaftssekretär Ralf Franke. Damit solle verhindert werden, dass die Reinigungsbeschäftigten unter den Tarifvertrag der Thiem-Service GmbH fallen. Das neue Konstrukt sehen auch die Stadtverordneten mit Skepsis. Im Finanzausschuss enthielt sich am Dienstag die Hälfte der Abgeordneten. In der nächsten Woche entscheidet darüber das Stadtparlament.

Gewerkschafter Ralf Franke erklärt: „Mit der Gründung einer weiteren Tochtergesellschaft wird die CTK-Belegschaft weiter aufgespalten.“ Das habe sich bereits mit der Gründung der Thiem-Service GmbH gezeigt, als es an die Tarifverhandlungen für die rund 100 Beschäftigten ging. „Es sollten für die Beschäftigten schlechtere tarifvertragliche Regelungen vereinbart werden als im CTK“, so Franke.

Eine Neugründung sei unnötig. Die Thiem-Service GmbH könne auch die Reinigung übernehmen. „Die gewünschte Einsparung der Mehrwertsteuer tritt auch dann ein.“ Für die Beschäftigten der Thiem-Service GmbH gelte seit dem Jahr 2017 ein Tarifvertrag. Deshalb mutmaßt Franke: „Die Klinikleitung will mit der neuen Tochtergesellschaft verhindern, dass die Reinigungsbeschäftigten unter den Tarifvertrag der Thiem-Service GmbH fallen.“