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Gewässerunterhaltung großes Problem

Drachhausen. Bei der Jahrestagung der Gemeinschaft wendisch/sorbischer Spreewaldfischer wurde jetzt Siegmund Lehmann aus Burg in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt. Marion Hirche

Als Stellvertreter von ihm wurden Fritz Woitow aus Drachhausen und Heinz Tschuk aus Dissen gewählt. Der seit vier Jahren schon im Amt befindliche Burger informierte in seinem Referat, dass es wieder zahlreiche Aktivitäten der Gemeinschaft zum Erhalt der Fischwelt in den Gewässern gab. So wurde ein Seitenarm der Malxe bei Fehrow wiederbelebt. In diesem Jahr soll auch noch ein Zufluss dieses Seitenarms aktiviert werden. Er bedankte sich bei seinen 161 Mitgliedern für deren Aktivitäten zur Sauberhalten der Gewässer. Die Frühjahrs- und Herbstputzaktionen der 18 Gruppen haben schon Tradition. Lehmann legte auch den Finger in die Wunde: "Wir haben nicht mehr nur mit der braunen Spree zu kämpfen, sondern auch mit der Gewässerunterhaltung. Wir bewirtschaften etwa 400 Hektar Wasserfläche, aber nur rund 200 Hektar können wir befischen." Die Spreewaldfischer wollen auch 2016 in engem Kontakt mit den Wasser- und Bodenverbänden bleiben. Nicht beräumte Fließe sind oft der Beginn von weniger Fisch. Umstürzende Sträucher und Bäume hemmen den Wasserfluss. Natürlich werden die Fischer auch selbst mit Hand anlegen, um zu Verbesserungen zu kommen.

In einem Fachvortrag über das Fischmonitoring erfuhren die Versammlungsteilnehmer, dass das Greifenhainer Fließ ein totes Gewässer ist, dass Weißfische die größte Fischpopulation darstellen, dass es aber auch noch Gewässer mit so seltenen Fischarten wie Bitterling und Bachneunauge gibt. Der Aal wird immer seltener und auch die im Spreewald seid vielen Jahren heimische Quappe wird rarer, weil sie einen festen Untergrund braucht, der hier nicht mehr vorhanden ist.