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| 02:32 Uhr

Gesundheitskarte für Flüchtlinge

SPD, Linke und Grüne setzen sich in verschiedenen Varianten für die Abschaffung der Privaten Krankenversicherung ein. Foto: Federico Gambarini/Archiv
SPD, Linke und Grüne setzen sich in verschiedenen Varianten für die Abschaffung der Privaten Krankenversicherung ein. Foto: Federico Gambarini/Archiv
Cottbus. Die Stadt Cottbus hat zu Jahresbeginn die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge eingeführt. Dabei kooperiert sie mit der Knappschaft. Peggy Kompalla

Darüber informieren Stadt und Krankenversicherung. Demnach leben derzeit rund 450 Menschen in Cottbus, die die Gesundheitskarte in Anspruch nehmen können. Denn sie gilt nur für Asylsuchende während der ersten 15 Monate ihres Aufenthalts.

Melanie Pleuger von der Knappschaft sagt nach den ersten drei Wochen Erfahrung: "Es funktioniert reibungslos. Wir haben schon mehr als 340 Anmeldungen. Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg ist." Auch die Stadt Cottbus teilt mittlerweile diese Auffassung, wie Sozialdezernent Berndt Weiße (parteilos) erklärt. Denn die Stadt sollte ursprünglich zum 1. Juli 2016 der Rahmenvereinbarung beitreten. "Damals waren wir noch misstrauisch, weil die Refinanzierung nicht klar war. Doch nun hat das Land seine Hausaufgaben gemacht." Die Kosten werden demnach zu 100 Prozent vom Land Brandenburg getragen. Der Sozialdezernent kann die Einschätzung der Krankenkasse teilen: "Die Karte wird gut angenommen." Mit der elektronischen Gesundheitskarte werde der Verwaltungsaufwand reduziert, denn sie vereinfacht für die Asylsuchenden und die Stadtverwaltung gleichermaßen das Prozedere. Melanie Pleuger erklärt: "Die Karteninhaber gehen direkt zum Hausarzt und müssen nicht mehr im Sozialamt einen Behandlungsschein ausstellen lassen. Auch die Überprüfung, ob eine Weiterbehandlung genehmigt wird, entfällt. Der Arzt rechnet direkt mit uns ab." Die Knappschaftsmitarbeiterin versichert: "Die Beitragszahler werden nicht belastet, da das Land die Kosten trägt. Die Gesundheitskarte gilt für die Akutbehandlung, nicht für Zusatzleistungen."

Die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge sei analog zu den normalen Krankenkassen-Karten gestaltet und mit einem Passbild versehen. Die Ausstellung nehme zwei bis drei Wochen in Anspruch. De Sozialdezernent bedauert jedoch, dass diese Verfahrenserleichterung nur für gut ein Drittel der Geflüchteten in Cottbus gilt. Denn nach den 15 Monaten wechseln sie in den Rechtskreis des Jobcenters.