Gute Nachrichten für Bauwillige in Burg: Das Genehmigungsverfahren soll vereinfacht werden. So sieht es ein aktueller Vorschlag der Amtsverwaltung vor. Dabei soll die Entscheidungskompetenz des Bauauschusses erheblich gestärkt werden. „Es ist im Grunde eine Win-Win-Situation für alle“, sagt Matthias Koal, amtierender Leiter der Bauverwaltung.
Künftig soll auf einen Beschluss der Gemeindevertreter verzichtet werden, selbst wenn das Bauvorhaben von der örtlichen Bauverordnung abweicht, aber vom Bauausschuss gebilligt wird. In der Vergangenheit war es mitunter schwierig, die Fristen zur Stellungnahme der Kommune mit den Sitzungsterminen der Gemeindevertreter unter einen Hut zu bringen, wie Matthias Koal erklärt. Bei strittigen Sachverhalten oder einer Ablehnung durch den Bauausschuss wird es aber auch künftig einen Beschluss der Gemeindevertretung geben, kündigt er an. Voraussetzung dafür ist die Änderung der Hauptsatzung.
In der Spreewaldgemeinde wird viel und gern gebaut. Zuständig für die Genehmigungen ist zwar der Landkreis Spree-Neiße, doch die Kommune hat ein Mitspracherecht. Deshalb werden im Bauausschuss regelmäßig auch Bauvoranfragen besprochen. Damit können Bauherren und Investoren die Erfolgsaussichten der Projekte ausloten.
Um sein historisch gewachsenes Ortsbild zu erhalten, hat die Gemeinde Burg eine Gestaltungssatzung mit strengen Vorschriften beispielsweise zur Giebelhöhe, Gebäudelänge oder Fassadengestaltung. Immer wieder werden Projekte und Umbauten abgelehnt, weil sie nicht satzungskonform sind.