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| 10:43 Uhr

Stadtfest
Cottbus startet ins große Festwochenende

Josi (15), Juliane (15) und Jette (16) kamen nach der Schule zum Stadtfest, um hier Freunde zu treffen und gute Musik zu genießen. Am Abend ging es aufs Campus-Open-Air.
Josi (15), Juliane (15) und Jette (16) kamen nach der Schule zum Stadtfest, um hier Freunde zu treffen und gute Musik zu genießen. Am Abend ging es aufs Campus-Open-Air. FOTO: LR / Josephine Japke
Cottbus. Besucher, Gastronomen und Sicherheitskräfte hoffen auf ruhiges, aber für alle spaßiges Tage in der Innenstadt. Von Josephine Japke und Lea Rattei

Bratwurst, Bier und Budenzauber – das 27. Cottbuser Stadtfest lockt auch in diesem Jahr wieder viele Besucher in die Innenstadt. Zwischen Spremberger Straße und Puschkinpark reihen sich Fahrgeschäfte, Verkaufsstände und Imbissbuden dicht an dicht.

Familie Sperlich ist seit 2003 auf dem Stadtfest in Cottbus vertreten. Schaschlik, Champignon-Pfanne und Bratwurst gehören zu den Spezialitäten.
Familie Sperlich ist seit 2003 auf dem Stadtfest in Cottbus vertreten. Schaschlik, Champignon-Pfanne und Bratwurst gehören zu den Spezialitäten. FOTO: LR / Josephine Japke

Die Betreiber hoffen auf ein umsatzstarkes Wochenende. Eine von ihnen ist Janine Sperlich, die im Puschkinpark ihre berühmte Champignon-Pfanne verkauft. „Wir sind schon seit 2003 beim Stadtfest dabei. Manche der Gäste kommen extra für unsere Pfannen her“, sagt sie. Am frühen Freitagnachmittag ist die Stimmung zwar noch ruhig, für das Wochenende erwartet sie auf jeden Fall großen Andrang.

Am Getränkestand von Enrico Reinhardt vor der Bühne im Puschkinpark ist Bier der Verkaufsschlager.
Am Getränkestand von Enrico Reinhardt vor der Bühne im Puschkinpark ist Bier der Verkaufsschlager. FOTO: LR / Josephine Japke

Auf den freut sich auch Enrico Reinhardt, der vor der Bühne im Puschkinpark Getränke ausschenkt. Bier ist bei ihm natürlich der absolute Verkaufsschlager. „Genaue Zahlen kann ich nicht nennen, aber ein paar Fässer werden übers Wochenende schon leer“, sagt er mit einem Grinsen. Trotz aller Vorfreude machen sich die beiden Gastronomen auch Gedanken über die Sicherheit. „Die erweiterten Maßnahmen finde ich gut. Der Veranstalter kümmert sich wirklich um alles“, meint Janine Sperlich, und Enrico Reinhardt fügt hinzu: „Trotzdem ist es traurig, dass so etwas überhaupt nötig ist.“

Das Technische Hilfswerk stellt rund ums Stadtfest in der Cottbuser Innenstadt neun Betonpoller auf, die je 1,5 Tonnen wiegen.
Das Technische Hilfswerk stellt rund ums Stadtfest in der Cottbuser Innenstadt neun Betonpoller auf, die je 1,5 Tonnen wiegen. FOTO: LR / Josephine Japke

Zum Sicherheitskonzept für das Cottbuser Stadtfest gehören neben erhöhter Polizeipräsenz, Waffen- und Flaschenverbot auch Betonpoller an den großen Zufahrtsstraßen. Neun Stück wurden vom Technischen Hilfswerk (THW) unter anderem an der Spremberger Straße und der Berliner Straße aufgestellt. „Ein Poller wiegt 1,5 Tonnen. Das bietet eine gewisse Sicherheit für Menschen und Markt“, sagt Enrico Neubauer, stellvertretender. THW-Ortsbeauftragter. Sonntagnacht werden die Poller wieder abgebaut.

Von den Sicherheitsbedenken lassen sich Josi (15), Juliane (15) und Jette (16) nicht verunsichern. Die drei Schülerinnen des Niedersorbischen Gymnasiums haben gerade erst die Ergebnisse ihrer 10.-Klasse-Prüfungen bekommen. „Lief gar nicht so schlecht“, sagt Josi. Gefeiert wird das nahende Ende des Schuljahres auf dem Stadtfest. „Es ist toll hier. Man trifft immer alte Freunde und Klassenkameraden, hat viel gute Musik und leckeres Essen und einfach eine Menge Spaß“, erklärt Juliane begeistert.

Nicht nur das Stadtfest lockt Besucher nach Cottbus, sondern auch das „Laut gegen Nazis“-Campus-Open-Air am Freitagabend. Mehrere Tausend Besucher feierten bis in die Nacht auf dem Campus der BTU. Mit dabei war auch Josi: „Beatsteaks und Leoniden kann ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.“