Mit dem Erlös der Benefizveranstaltung "Jazz trifft Kunst", zu der im vergangenen März 200 Gäste ins Dieselkraftwerk kamen, soll ein Kletterfelsen finanziert werden. Doch der Elefant aus Stahl und Beton, den die Cottbuser Firma Brand gebaut hat, wartet immer noch auf seinen Umzug auf den Schulhof. Das Problem: Die Stadt als Schulträger müsste vor Ort die Voraussetzungen für das Spielgerät schaffen. Doch dafür fehlt derzeit das Geld.

"Ein Kletterfelsen kann nicht einfach so aufgestellt werden. Laut Vorschrift braucht jedes Spielgerät ab einer Höhe von 60 Zentimetern aus Sicherheitsgründen einen speziellen Fallschutz", erklärt Anja Schlensog, die Fachbereichsleiterin des Immobilienamtes der Stadt. Diesen Fallschutz zu schaffen kostet viel Geld. "Um an der Spreeschule die notwendigen Voraussetzungen für den Kletterfelsen zu schaffen, müssten wir eine fünfstellige Summe aufwenden. Und die steht uns derzeit nicht zur Verfügung. Die Maßnahme müsste erst in den Haushalt eingestellt werden", informiert Anja Schlensog und verweist darauf, dass die Stadt erst vor Kurzem den Fallschutz für einen Kletterfelsen schaffen musste, den ein Förderverein der Erich Kästner-Schule gestiftet hatte. "Für die schweren Fahrzeuge, die den Felsen geliefert und aufgestellt haben, mussten spezielle Platten auf dem Schulhof verlegt werden, um das Gewicht zu verteilen", berichtet Anja Schlensog.

"Wir sehen ein, dass die Spreeschule ein Spielgerät braucht, und wollen sie gerne unterstützen", betont die Fachbereichsleiterin. Doch es gelte abzuwägen, ob das viele Geld, das das Aufstellen des gestifteten Kletterfelsen kostet, nicht besser direkt in ein Spielgerät investiert werden sollte. "Gemeinsam mit der Schule diskutieren wir nun, ob sich vielleicht eine Alternativlösung finden lässt", sagt Anja Schlensog.

Gudrun Obst, die Schulleiterin der Spreeschule leuchten die Argumente der Stadtverwaltung ein. "Wir konnten nicht absehen, dass das Aufstellen des Elefanten auf unserem Schulgelände so teuer sein würde", sagt sie. Wichtig sei ihr nur, dass die Schule ein Spielgerät bekomme. Auch mit einer geeigneten Alternativen zu dem steinernen Elefanten sei die Spreeschule einverstanden.