Dabei ging es ihm nicht um theologische Genauigkeit, im Gegenteil: Mit einem liturgischen Requiem hat seine Komposition wenig gemein. Sie stellt vielmehr ein entschiedenes Beispiel dar für den Funktionswechsel der Kunst im 19. Jahrhundert, die zunehmend die Rolle der Religion übernahm. So spricht das „Deutsche Requiem“ nicht von der Erlösung durch den Gottessohn Jesus, wohl aber davon, dass den Verstorbenen ihre Taten nachfolgen und für sie sprechen.
Zu erleben ist das Werk am Totensonntag, 20. November, um 19 Uhr im Großen Haus am Schillerplatz. Es wirken mit die Solisten Gesine Forberger (Sopran) und Andreas Jäpel (Bariton) vom Ensemble des Staatstheaters, der Opernchor, der Sinfonische und der Kammerchor der Singakademie Cottbus, Mitglieder des Extrachores des Staatstheaters und das Philharmonische Orchester des Staatstheaters. Die Leitung des Konzertes hat Chordirektor Christian Möbius. Kartenvorverkauf im Besucher-Service, auch unter Telefon 01803 440344. (pm/ue)