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Gesamtschule bleibt das Ziel

Spree-Neiße. Wesentliche Eckpunkte der fünften Fortschreibung des Schulentwicklungsplans für die Jahre 2017 bis 2022 wurden in der jüngsten Ausschusssitzung noch mal angerissen: Somit soll der Erhalt eines möglichst wohnungsnahen Schulangebots aufrecht erhalten werden. Die bislang bestehenden Grundschulstandorte müssen langfristig gestärkt werden. Anja Guhlan

Aus der Sicht der weiterführenden Schulen muss festgestellt werden, dass kein regional ausgewogenes Angebot besteht.

Doch das Wichtigste: Gerade für den südwestlichen Teil des Kreises, insbesondere für Drebkau, Kolkwitz und Welzow fehlt eine weiterführende Schule. Der Schulentwicklungsplan visiert daher die Bildung einer vorzugsweisen Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe an. Ein Vorhaben, zu dem ursprünglich die kreisfreie Stadt Cottbus mit ins Boot genommen werden sollte. Dort aber sieht man dafür keine Notwendigkeit, will eher das eigene Angebot an Oberschulen ausbauen.

Zur weiteren Umsetzung des Vorhabens wurde von den Mitgliedern des kreislichen Bildungsausschusses die Arbeitsgruppe "Gesamtschule" gebildet und deren Mitglieder benannt: Steffen Marquaß (Stellvertreterin: Anita Schreiber) von der Fraktion Die Linke, Andreas Petzold (Steffen Krautz) von der SPD-Fraktion, Rüdiger Krause (Raik Nowka) von der CDU-Fraktion sowie Wolfgang Just (Christina Schönherr) von der Fraktion der Freien Wähler. Die Arbeitsgruppe wird sich noch vor der Sommerpause zu einer konstituierenden Sitzung treffen und anschließend Fragen zum Beispiel zur Trägerschaft diskutieren und eine entsprechende Vorlage für den Kreistag im Oktober erarbeiten.

Ein weiterer Eckpunkt des Schulentwicklungsplans ist die Inklusion. Auch dafür wurde in der Ausschusssitzung eine Arbeitsgruppe gebildet und Mitglieder benannt: Anita Schreiber (Steffen Marquaß) von der Fraktion Die Linke, Steffen Krautz (Andreas Petzold) von der SPD-Fraktion, Raik Nowka (Rüdiger Krause) von der CDU-Fraktion sowie Christina Schönherr von der Fraktion der Freien Wähler. Die Arbeitsgruppe hat den Arbeitsauftrag erhalten, für den Landkreis einen verbindlichen Lösungsvorschlag für die Beschulung von Kindern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf zu erarbeiten.

Des Weiteren sollen Ganztagsangebote und die Hortbetreuung weiterentwickelt, Angebote zum Erwerb der sorbischen Sprache in der Schule erhalten, die Schulbeförderung optimiert und am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet sowie die systematische Datenerfassung verbessert werden. Zudem ist die Zahl mit sieben Prozent derjenigen Schulabgänger, die keinen allgemeinbildenden Abschluss erworben haben, zu hoch.