Anfang Juni gibt es voraussichtlich endlich Klarheit über die Straßenbahnbestellung für Cottbusverkehr. Darüber informiert das Brandenburgische Oberlandesgericht (OLG) auf Nachfrage. Der Vergabesenat hat am 27. April 2020 in der Sache erstmals verhandelt.

Auftragsvergabe für neue Cottbuser Straßenbahnen liegt seit Dezember auf Eis

Die Auftragsvergabe für den Bau der neuen Straßenbahnen liegt bereits seit Dezember 2019 auf Eis. Die Verkehrsbetriebe der Städte Cottbus, Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) haben die Bestellung gemeinsam aufgegeben. Dabei geht es um 24 Fahrzeuge im Wert von schätzungsweise 60 Millionen Euro – inklusive der Option für weitere Bahnen. Ein Mitkonkurrent war gegen die Auftragsvergabe in Widerspruch gegangen.

Die Beschwerde ist in erster Instanz bereits durchgefallen. Die Vergabekammer des Landes Brandenburg in Potsdam lehnte den Widerspruch ab. Nun wird das Beschwerdeverfahren in Brandenburg geführt. Am 27. April kam es in der Sache am OLG zur ersten Verhandlung. Gerichtssprecherin Judith Janik erklärt: „Es ist ein Verkündungstermin für den 2. Juni, um 12 Uhr anberaumt worden, in dem aller Voraussicht nach eine abschließende Entscheidung ergehen wird.“

Cottbusverkehr muss sich in Geduld üben

Für Cottbusverkehr bedeutet das weiter Geduld zeigen, auch wenn das Unternehmen dringend auf die neuen Straßenbahnen angewiesen ist. Geschäftsführer Ralf Thalmann sagt: „Nachdem jetzt noch einmal ausführlich alle Aspekte des Verfahrens und die unterschiedlichen Standpunkte erläutert wurden, sind wir zunächst einmal froh, dass in absehbarer Zeit eine Entscheidung fallen wird. Natürlich hoffen wir, dass das Gericht unserer Einschätzung folgt. Wichtig ist, dass wir endlich Klarheit darüber bekommen, wie es mit den neuen Straßenbahnen für Cottbus weitergehen wird.“