"Leider konnte ich nicht sofort vor Ort sein, habe die ersten Tipps per Telefon geben müssen", erzählt der Veterinär. Er habe zunächst geraten, das Pony immer wieder mit warmem Wasser zu übergießen, um die Gefahr einer Unterkühlung möglichst gering zu halten. "Als das Pferd dann aus dem Pool gerettet war, haben wir es trocken gerieben und warm eingedeckt. Es wurde im Freien geführt, damit die Muskeln wieder in Schwung kommen und die Körpertemperatur nach oben treiben." Prophylaktisch habe er Antibiotika gespritzt, außerdem wurde eine Infusion mit Traubenzucker gelegt, um das Pferd zu stabilisieren." Zum Glück, so Berd Henning, konnte das Pferd schnell aus dem eisigen Wasser befreit werden. "Die Kälte hätte es sonst umbringen können." Für heute hat er noch einen Kontrollbesuch bei seinem vorwitzigen Patienten geplant, geht aber davon aus, dass das Pferd sein Abenteuer gut überstanden hat. Es war von seiner Koppel ausgebrochen, nach Auskunft der Stadtverwaltung in einen Gartenteich eingebrochen, dessen Eisfläche der Belastung nicht standgehalten hatte. Die Feuerwehr hatte den Pool schließlich leergepumpt und dem Tier mit einer Strohbrücke den Weg in die Freiheit gebahnt.