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Eugal
Geplante Gaspipeline: Erörterungstermin im ersten Halbjahr

Cottbus. Die Pläne für eine Festland-Gaspipeline von der Ostsee bis nach Tschechien schreiten voran. In Brandenburg sollen Bürger, die Stellungnahmen zu dem Projekt eingereicht haben, ihre Einwände voraussichtlich im ersten Halbjahr mit den Behörden besprechen können, teilte das brandenburgische Landesbergamt in Cottbus auf Anfrage mit. Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist Teil des laufenden Planfeststellungsverfahrens. Die Frist für Stellungnahmen lief Anfang Januar ab. dpa

Ein Planfeststellungsverfahren ist Voraussetzung dafür, dass die Gastrasse mit dem Namen Eugal auch gebaut werden kann. Der Netzbetreiber Gascade will ab Ende 2019 vor allem russisches Erdgas von der Ostsee durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen weiter nach Tschechien transportieren. In Brandenburg erstreckt sich die Leitung über rund 275 Kilometer, sie soll möglichst parallel zur bestehenden Ferngasleitung Opal verlaufen.

Im Dezember war bereits das Raumordnungsverfahren der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg abgeschlossen worden. Dabei wurde geprüft, wie groß die Auswirkungen des Bauvorhabens unter anderem auf Umwelt, Landwirtschaft und Siedlungsstruktur wären. Die Experten kamen zu dem Ergebnis, dass das Projekt unter gewissen Auflagen raum- und umweltverträglich wäre. Ein Baurecht kann aber erst nach Ende des Planfeststellungsverfahrens erteilt werden.

Infos des Landesbergamts zum Planfeststellungsverfahren

Infos zum abgeschlossenen Raumordnungsverfahren