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Georg Dix

Cottbus.. Heute vor 110 Jahren wurde in Drebkau Georg Dix geboren. Der Sohn eines Schneidergesellen erlernte das Tischlerhandwerk und wurde im Ersten Weltkrieg zur Marine eingezogen.

Geprägt von den Schrecken des Krieges und der Hoffnung auf eine bessere Gesellschaft wurde er 1918/19 Mitglied des Soldatenrates in Emden. 1919 trat er der Unabhängigen Sozialistischen Partei Deutschlands (USPD) bei und kehrte in die Lausitz zurück. 1923 war er Mitgründer der KPD in Ströbitz. Als Bahnarbeiter wurde Dix 1926 in den Betriebsrat der Eisenbahndirektion Halle/S. gewählt und blieb es bis 1930. Die Nazis verhafteten ihn sofort 1933 und sperrten ihn ins KZ Sonnenburg (heute Slonsk in Polen). Nach seiner Entlassung nahm er in der Widerstandsgruppe Jannasch die illegale Arbeit als Kurier und Verteiler von antifaschistischer Enthüllungsliteratur auf. 1936 wurde er nach Verrat erneut verhaftet, des Hochverrats angeklagt und zu zwei Jahren Zuchthaus in Brandenburg-G&oum l;rden verurteilt. 1944 wurde er ins Strafbataillon 999 eingezogen, ein Himmelfahrtskommando der Wehrmacht, das in die vorderste Front geschickt wurde. Im März 1945 geriet Dix in sowjetische Gefangenschaft und wurde noch im gleichen Jahr entlassen. Von 1945 bis 1949 war er im Rat des Landkreises Cottbus tätig, danach als Mitarbeiter in der SED-Kreisleitung Cottbus. Georg Dix starb am 13. Dezember 1967 in Cottbus. 1969 wurde eine neue Straße in Sandow nach ihm benannt, die 1991 nach dem alten Straßenzug Sanzebergstraße umbenannt wurde. (hhk)