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| 02:33 Uhr

Genossenschaft als Stadtumbauer

Verwandlung: Aus dem alten Verwaltungsgebäude der ehemaligen Datenverarbeitung wird ein Haus mit 25 altersgerechten Wohnungen.
Verwandlung: Aus dem alten Verwaltungsgebäude der ehemaligen Datenverarbeitung wird ein Haus mit 25 altersgerechten Wohnungen. FOTO: mih1
Cottbus. Die eG Wohnen ist der zweitgrößte Vermieter in Cottbus. Die Genossenschaft versteht sich nicht nur als Verwalter, sondern auch als Gestalter. Der Investitionsplan für die kommenden fünf Jahre umfasst mehr als 40 Millionen Euro. Peggy Kompalla

Brandenburg wächst nicht. Im Gegenteil: Es werden immer weniger Menschen in dem Bundesland. Aus Sicht der Wohnungsunternehmen heißt das: "Cottbus steht im Wettbewerb mit anderen Städten." Das betont Uwe Emmerling. Er ist der kaufmännische Vorstand der eG Wohnen. Mit knapp 9800 Wohnungen ist die Genossenschaft der zweitgrößte Vermieter in Cottbus. Für den Chef ist das auch eine Verpflichtung für den Stadtumbau. "Wir müssen dafür sorgen, dass Cottbus attraktiv bleibt."

Die Ansprüche ans Wohnen haben sich verändert. Dem trägt die Genossenschaft mit fünf Bauprojekten Rechnung. Trotzdem sei die Fortsetzung des Abrisses weiterhin notwendig. "Den Prozess hat die Stadt ganz richtig gemacht mit der Verdichtung zur Innenstadt", lobt Emmerling. So wird der Vermieter selbst zum Stadtumbauer. In fünf Projekten will er in den kommenden fünf Jahren mehr als 40 Millionen Euro investieren.

An der Ottilienstraße ist bereits mit den Ruinen der alten Datenverarbeitung ein Schandfleck verschwunden. Das ehemalige Verwaltungsgebäude erfährt eine Metamorphose. Dort entstehen 25 altersgerechte Wohnungen mit Fahrstuhl. "Die sind alle schon weg", sagt Emmerling. An dem Standort geht es weiter. In den nächsten Jahren entsteht ein zweites Wohnhaus an der Straße und dahinter sind mehrere Stadtvillen geplant. Insgesamt entstehen so nochmals 72 Wohnungen. "Hier betonen wir den Innenraum, der parkähnlich wird."

An der Bautzener Straße entstehen zwei Stadtvillen mit 20 Wohnungen. "Dort ist demnächst Grundsteinlegung", so Emmerling.

Auf der Ecke von Amalien- und Ewald-Haase-Straße werden in den nächsten zwei Jahre 50 Wohnungen gebaut. Die Häuser sollen entlang der Straße entstehen, sodass ein Hinterhof entsteht. "Hier sind wir noch in der Entwurfsfindung."

An der Pestalozzistraße werden im nächsten Jahr drei Stadtvillen mit 29 Wohnungen und großzügigen Außenanlagen entstehen.

Eine Siedlung mit Reihenhauscharakter ist an der Richard-Wagner-Straße geplant. "Hier liegt die Orientierung klar auf Familien mit Kindern." Dort sind größere Vier-Raum-Wohnungen geplant. Die Häuser sollen 2017 entstehen.

An der Sielower Landstraße plant die eG Wohnen lang gestreckte, terrassierte Stadtvillen (siehe Grafik). "Das ist unser auffälligstes Projekt, das stadtbildprägend ist", erklärt Uwe Emmerling. 68 Wohnungen werden entstehen. "Das wird eine unverwechselbare Adresse für junges Wohnen direkt an der Uni", erklärt er. Das Projekt soll 2018 und 2019 umgesetzt werden.