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Generationswechsel in der Peitzer CDU

Kay Ackermann (l.) und Siegfried Bothe arbeiten auch weiterhin eng zusammen.
Kay Ackermann (l.) und Siegfried Bothe arbeiten auch weiterhin eng zusammen. FOTO: hil
Der Amtsverband der CDU Peitz hat einen neuen Vorsitzenden: Einstimmig wählten die Mitglieder Kay Ackermann (36) an die Spitze. Serin Vorgänger Siegfried Bothe hatte nicht mehr kandidiert, um der Jugend den Vorrang zu lassen. Andrea Hilscher

Peitz. 16 Jahre Stadtverordneter, 13 Jahre Vorsitzender der örtlichen CDU - mit 63 will Siegfried Bothe, Geschäftsführer eines Elektro- und Sanitärbetriebes, etwas kürzertreten. "Außerdem wurden bei der letzten Wahl einige junge Leute ins Stadtparlament gewählt, da wird es Zeit für einen Generationswechsel." Zur turnusmäßig anstehenden Wahl als Vorsitzender ist er nicht mehr angetreten, sein Nachfolger Kay Ackermann (36) kann sich über ein einstimmiges Wahlergebnis freuen. Dabei ist Ackermann noch gar nicht so lange Mitglied der CDU. "Ich bin zwar bei der letzten Wahl für die Partei als Bürgermeisterkandidat angetreten, habe aber erst im Wahlkampf wirklich gemerkt, wie gut die Arbeit funktioniert und das es sinnvoll sein könnte, in die Partei einzutreten", so Ackermann, der beim Wochenkurier Brandenburg arbeitet. Als neuer CDU-Chef und als einer von sieben CDU-Stadtverordneten will er sich dafür einsetzen, einige Wahlversprechen umzusetzen. "Wir haben beispielsweise eine Initiative angeschoben, dass die Pro-Kopf-Förderung für Sportvereine erhöht wird."

Die Wirtschaftsförderung soll intensiviert, der Leerstand von Gewerbeflächen minimiert werden. Dass die CDU zur Braunkohle steht, sei keine Frage. "Auch das alte Thema, am Grünen Weg einen Kreisel zu bauchen, wollen wir wieder aufgreifen", sagt Ackermann. Außerdem will er die Abrissflächen der ehemaligen Arbeiterwohnsiedlung AWS ins Visier nehmen. "Hier sollte es mehr als nur grüne Wiese geben, Angebote für Familien wären schön.

Gemeinsam mit den anderen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung will die CDU sich dafür einsetzen, dass Peitz endlich wieder einen Versammlungssaal bekommt. Überhaupt, die anderen Fraktionen. Nachdem in der letzten Wahlperiode das Kräfteverhältnis ausgewogen war, ist die CDU inzwischen stärkste Fraktion. Den Bürgermeister aber stellt die SPD.

"Der Informationsfluss zwischen Bürgermeister und Abgeordneten könnte besser sein, manchmal fehlt es an Abstimmung", kritisiert Siegfried Bothe. Doch er sei zuversichtlich, dass sich die Zusammenarbeit einspielt. "Wir hatten schon schlechtere Zeiten hier in Peitz."