ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:33 Uhr

Gemeinsam besser sparen

Ralph Gromann von den Stadtwerken übergibt Messechefin Daniela Kerzel die Mitgliedsurkunde für das Kommunale Energienetzwerk. Die Gruppe war im Jahr 2015 auf Initiative der Stadtwerke gegründet worden.
Ralph Gromann von den Stadtwerken übergibt Messechefin Daniela Kerzel die Mitgliedsurkunde für das Kommunale Energienetzwerk. Die Gruppe war im Jahr 2015 auf Initiative der Stadtwerke gegründet worden. FOTO: Kompalla
Cottbus. Die Cottbuser Messegesellschaft CMT ist seit Dienstag das 14. Mitglied des Kommunalen Energienetzwerkes Cottbus. Peggy Kompalla

Damit sind nun alle Mehrheitsbeteiligungen und städtischen Eigenbetriebe vereint und können gemeinsam besser sparen. Denn genau darum geht es. Das erklärt Ralph Gromann, Vertriebsleiter bei den Stadtwerken Cottbus. "Ziel ist es, gemeinsam die Energiekosten dauerhaft zu senken", sagt er. Das Netzwerk wurde im Jahr 2015 gegründet und hilft Gromann zufolge bereits heute. "So unterstützt die LWG das Klinikum bei der Auswahl einer Energiemanagement-Software und die Stadtwerke helfen Cottbusverkehr bei der Optimierung der Beleuchtung", berichtet er. "So entstehen immer neue Projekte."

Genau darauf setzt auch die neue Messechefin Daniela Kerzel. "Das Energienetzwerk hat bei mir offene Türen eingelaufen." Die blanken Zahlen belegen das Potenzial. So verbraucht die CMT der Chefin zufolge jährlich 648 000 Kilowattstunden Strom, was dem Verbrauch von 170 Vier-Personen-Haushalten entspreche. Hinzu kommen jährlich rund 1,1 Millionen Megawattstunden Wärme, so viel wie 100 Wohnungen mit einer Größe von 80 Quadratmetern benötigen. "Wir haben immense Flächen", sagt Daniela Kerzel. "Wir wollen das Wissen der anderen Unternehmen für unser Tun nutzen." Allein in der Stadthalle gebe es Tausende Lampen, die noch nicht auf energiesparende LED-Beleuchtung umgestellt sind. So würde sich die fünfstellige Investition für den Austausch der Neonröhren im Garderobenbereich der Stadthalle bereits nach zwei Jahren amortisieren.

Nach dem ersten Energieaudit im Jahr 2015 hat sich das Netzwerk zum Ziel gesetzt, bis 2019 zehn Millionen Kilowattstunden einzusparen. Das entspreche einer Reduzierung von 3500 Tonnen Kohlendioxid. "Das klingt erst einmal viel", sagt Ralph Gromann. "Aber beim nächsten Energieaudit 2019 werden wir sicher feststellen, dass wir noch darüber liegen." Das Kommunale Energienetzwerk soll dauerhaft wirken.