Der Chef des Ganzen, Torsten Karow, verbeugte sich: "Hier stelle ich mich in die zweite Reihe. Ohne die Regisseurin Andrea Kulka und die Choreografinnen Yvonne Kirschke und Verena Otto wäre der 'Aufruhr' nicht möglich gewesen." Wie bei richtigen Revolten galt es auch im Wichtelland, eine eiskalte Königin zu stürzen. Sie hatte den, weihnachtliches Licht und Wärme bringenden, Stern Polarius in eine Kühltruhe gesteckt und die in ihn verliebten Sternschnuppen in arge Not gebracht. Zudem war die revolutionäre Bewegung zwischen Wichtelinchen und Trollinchen gespalten, weil sie sich nicht über die Farbe der von ihnen für die Kinder herzustellenden Krokodile einigen konnten.

Da war guter Rat teuer und mitunter betrieben die Akteure auch Meinungsforschung unter den begeisterten Zuschauern zwischen drei und 83 Jahren.

Alles, was sich jung und jung gebliebene Herzen bei einer Weihnachtsgeschichte wünschen konnten, war anwesend: Sternenuniversum und Weihnachtsmann, Ballette der Wichtel, Trollis, Sterne und der Tanz des Eissturmes. Klassische Weihnachtslieder, artig gesungen, Rock 'n' Roll, zierlich getanzt, Wüstentänze, arabisch verfremdet, Texte für Schwerhörige aufbereitet.

Aber: Kinder zwei Stunden in Spannung auf ihren Sitzen zu halten, zum Mitdenken anzuregen, sie zu begeistern, ist eine wahre Meisterleistung des engagierten Vereins samt helfender Eltern und aller ehrenamtlich Tätigen. Sie haben mit dem Ensemble aus augenscheinlich bestens harmonierenden Kindern und Jugendlichen ein vorweihnachtliches Erlebnis geschaffen. Das ganz auf kindliche Fantasie ausgerichtete Musical endete mit dem Sieg über die Herrschaft der Kälte und mit einem Kompromiss zur Farbe der Krokodile. Doch über allem stand am Schluss die große Botschaft "Die Liebe siegt". Sie solle in den Kinderherzen auch über die Weihnachtszeit hinaus weiter leben.