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Bankomaten-Banden
Geldautomat in Burg gesprengt – Sparkasse fordert mehr Polizei

Geldautomat in Burg (Spreewald) gesprengt FOTO: Von: Michael Helbig
Burg/Cottbus. Die Bankomatensprenger haben wieder zugeschlagen, diesmal in Burg. Der betroffenen Sparkasse Spree-Neiße platzt der Kragen. Sie fordert endlich mehr Polizeipräsenz in der Lausitz.

Diesmal haben die Bankomatensprenger in Burg zugeschlagen. Am Morgen zeigt sich in der Bahnhofstraße eine Spur der Verwüstung. Das Gebäude, in dem die Sparkasse Spree-Neiße ihre Filiale hat, ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Fenster sind von der Wucht der Explosion aus den Angeln gedrückt, Glassplitter liegen überall verstreut.

Wie die Polizei am Morgen mitteilt, hat ein Zeuge in der Nacht gegen 2 Uhr Alarm geschlagen. Er meldete eine Explosion und die Geräusche eines davonrasenden Fahrzeugs.

Die Sparkassen bestätigt den Vorfall. „Unbekannte Täter sprengten heute Nacht den Geldautomaten im Selbstbedienungsbereich der Geschäftsstelle Burg. Es wurde niemand verletzt“, so Pressesprecherin Anja Schroschk. Am Gebäude sei „erheblicher Sachschaden“ entstanden. Zur Höhe der Schäden kann sie noch keine Auskunft geben.

Nicht zum ersten Mal ist die Sparkasse Spree-Neiße Opfer der Täter geworden. Ende Juli hatten die Täter schon einmal zugeschlagen, in einer Filiale mitten im Cottbus, am belebten Altmarkt. Entsprechend deutlich fällt die Reaktion des Vorstandsvorsitzenden nun aus. „Es ist sicherlich an der Zeit, die Polizeipräsenz, insbesondere im grenznahen Raum, nochmals deutlich zu erweitern,“ fordert Ulrich Lepsch. Zudem fordert der Sparkassen-Chef endlich Ermittlungsergebnisse zu der seit Monaten andauernden Verbrechensserie. „Eine hohe
Aufklärungsquote durch die Soko Fläming wäre ein wichtiger Schritt, die Sicherheit für unsere Sparkassenkunden und Mitarbeiter deutlich zu verbessern“, so Lepsch.

Die Soko Fläming wurde gegründet, nachdem sich die Zahl der Angriffe Geldautomaten 2016 massiv gesteigert hatte. Eine Bande aus Potsdam/Berlin konnte bisher überführt werden. Mindestens zwei weitere werden noch vermutet.