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| 02:34 Uhr

Geiz-ist-geil-Mentalität ist Stoff für Sommerkomödie

Alte Bekannte aus dem Vorjahr: "Der Watzmann ruft” ist wieder Teil des Theatersommers.
Alte Bekannte aus dem Vorjahr: "Der Watzmann ruft” ist wieder Teil des Theatersommers. FOTO: Theaternative
Cottbus. Mit der Premiere des musikalischen Lustspiels "Der Geizhals" nach Molière eröffnet die TheaterNative C am 12. Juli den 20. Cottbuser Theatersommer. Bis September erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm. Auch der romantische Innenhof der Kleinen Komödie wird dabei wieder zur Bühne. Ulrike Elsner

Zum 20. Mal bietet die Kleine Komödie in der Cottbuser Innenstadt zu einer Zeit, in der die meisten Theater Ferien machen, Amüsantes, Nachdenkliches und Unterhaltsames auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Besonders beliebt bei Urlaubern wie bei Einheimischen sind die Open-Air-Vorstellungen an Sommerabenden. Wenn es nicht regnet und die Quecksilbersäule nicht allzu tief sinkt. Theaterchef Gerhard Printschitsch hat diesmal vorgebeugt. Sein neues Sommerstück wird sowohl im Innenhof als auch im Saal gezeigt werden können.

Für "Der Geizhals" hat Autor Matthias Binner einen klassischen Komödienstoff in eine moderne musikalische Form gepackt. Auf der Suche nach Ersatz für das deutlich mehr Personal erfordernde Musical "Millionen für Penny" habe er nächtelang Komödien gelesen und sei dabei den "Geizhals" gestoßen, berichtet der Theaterleiter.

Das musikalisch ebenfalls sehr anspruchsvolle Lustspiel sieht nach einer guten Wahl aus. Im Mittelpunkt steht der reiche Herr Harpagon, gespielt von Wolfgang Linnenbrügger, der schon in Münster in Boulevardkomödien brilliert hat. Harpagon hält sein Geld zusammen, und das nicht ganz zu Unrecht. Denn seine Kinder Élise und Cléante lauern auf das väterliche Erbe. Nur damit ließen sich ihre Heiratspläne verwirklichen. Denn für Élises Verlobten, Harpagons Diener Valère, und die von Cléante umworbene Tänzerin Mariane ist die Ehe keine Herzenssache, sondern eine Existenzfrage.

"Das Stück hält der Geiz-ist-geil-Mentalität den Spiegel vor", sagt Printschitsch. Die Élise wird von Annett Richter gespielt, die sich am Dresdner Hoftheater einen Namen gemacht hat. Als Mariane ist die Cottbuser Schauspielerin Annett Wohlgethan zu erleben. Geplant sind zum Sommertheater-Auftakt vier Vorstellungen am 12., 14., 15. und 16. Juli, jeweils ab 20.30 Uhr, im lauschigen Theaterhof. Weitere Aufführungen folgen ab 30. Juli.

Auch die Backsteinkirche in Kahren wird wieder zur Theaterkulisse. Am 1. August spielt dort Wolfram von Stauffenberg "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke". Am Tag darauf steht der Schauspieler mit Heines "Deutschland. Ein Wintermärchen" auf der Kahrener Bühne. Beginn jeweils 20 Uhr.

Ab 11. August gibt es eine Wiederbegegnung mit dem rustikalen Musical "Der Watzmann ruft". Ab 20. August macht das Ensemble mit "Beziehungskisten" im Vereinshaus am Hammergraben Station. Und ab 28. August wird das musikalische Schauspiel mit den Dixieland-Stompers "Achtung, Egon hat einen Plan" gezeigt.

Den Theatersommer beschließen Gastspiele von Markus Maria Profitlich am 5. und 6. September und IC Falkenberg am 12. September.

www.theaternative-cottbus.de