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Wettereinflüsse und Schädlinge
Geht das Brückensterben weiter?

Eine der letzten Holzbrücken in Cottbus.
Eine der letzten Holzbrücken in Cottbus. FOTO: Jenny Theiler
Cottbus. Hinter der Martinskirche verbindet eine circa 30 Meter lange Holzbrücke die Ortsteile Madlow und Kiekebusch seit fast 20 Jahren miteinander. Mittlerweile bereitet der Steg den Anwohnern Sorgen, denn das Holzgeländer ist durch Wettereinflüsse und Schädlinge porös geworden. Jenny Theiler

Dabei würden einfache Präventionsmaßnahmen helfen, die Brücke auch noch für weitere 20 Jahre zu erhalten, meint Wolfgang Bialas vom Bürgerbüro.

Die Madlower Brücke ist keine reine Holzbrücke, denn die Träger bestehen aus Stahl. Lediglich das Geländer und die Bohlen sind aus Holz. Dennoch seien regelmäßige Wartungen notwendig, da heimische Hölzer für heimische Schädlinge anfällig seien. Auch die Feuchtigkeit ist ein Problem. Das Gestrüpp am Spreeufer wuchert in die Höhe und überschattet den Rand des unteren Geländers, wodurch das Holz feucht bleibt und nach und nach porös wird. "Alles, was in die Holzkonstruktion hineinwächst, muss regelmäßig entfernt werden, damit das nasse Holz auch richtig trocknen kann und nicht schimmelt", erklärt Wolfgang Bialas.

In den letzten zwei Jahren hat sich, laut Bürgerbüro, niemand um die Brücke gekümmert. Wie sich zeigt, sind die unteren Querbalken an der Brücke vereinzelt angefault. Die Holzbohlen würden zwar noch einen guten Eindruck machen, sollten aber auch regelmäßig gereinigt werden, damit sich kein Moos in den Zwischenräumen sammeln kann, meint Wolfgang Bialas. Anschließend sollte das Holz mit einer schützenden Lasur überzogen werden. Wenn das nicht passiert, könnte der Madlower Brücke, in den nächsten zehn Jahren, ein ähnliches Schicksal wie den Buga-Brücken wiederfahren. "Im nächsten Jahr sollte dringend etwas passieren", rät Wolfgang Bialas. Regelmäßige Reinigungen und einfache Holzschutzmaßnahmen ersparen eine teure Rekonstruktion. "Wir wollen nicht, dass diese Brücke als nächstes geschlossen werden muss. Um sie zu erhalten, sind keine großen Aufwendungen nötig", so Wolfgang Bialas.