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| 13:36 Uhr

Geheimnisverrat
Polizei hat Maulwurf in Direktion Süd gefunden

Wer war der Polizist, der vertrauliche Daten bei Facebook veröffentlicht hat? Eine Ermittlungsgruppe der Polizeidirektion Süd kam ihrem Kollegen schnell auf die Schliche (Symbolfoto).
Wer war der Polizist, der vertrauliche Daten bei Facebook veröffentlicht hat? Eine Ermittlungsgruppe der Polizeidirektion Süd kam ihrem Kollegen schnell auf die Schliche (Symbolfoto). FOTO: Andrey Popov - stock.adobe.com / Andrey Popov
Cottbus/Potsdam. Recht zügig hat die Polizei einen Beamten aus ihren eigenen Reihen ermittelt, der kurz nach der Messer-Attacke am Mittwoch beim Cottbuser Blechen Carré interne Dienstgeheimnisse bei Facebook gepostet hatte. Von Frank Hilbert

Am Freitag hat die Polizei Brandenburg via Facebook und Twitter mitgeteilt, dass ein „Tatverdächtiger zum Geheimnisverrat“ ermittelt werden konnte. Für die Aufklärung des Falls wurde laut Polizei eigens in der Polizeidirektion Süd eine Ermittlungsgruppe gebildet.

Bei Facebook war am Mittwoch kurz nach dem Messer-Angriff eines jungen Syrers auf einen 16-jährigen Deutschen ein Foto von einem offenbar abfotografierten Computer-Monitor aufgetaucht. Darauf befanden sich polizeiinterne Notizen zum Tathergang, inklusive Adress- und Telefondaten des Opfers und möglicher Zeugen.

Am Freitag nun verkündete die Polizei ihren Ermittlungserfolg und verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das Ermittlungsverfahren weiterlaufe und Disziplinarmaßnahmen gegenüber dem Polizisten eingeleitet werden. Wie alt der Beamte ist, wollte der Sprecher der Brandenburger Polizei, Torsten Herbst, auf RUNDSCHAU-Nachfrage nicht sagen. „Wir treiben das Verfahren gegen den Beamten weiter voran. Die Ermittlungsgruppe bestehe daher weiter“, sagt Herbst. Ihm sei nicht bekannt, dass sich inzwischen Personen bei der Polizei gemeldet hätten, deren persönliche Daten durch den Geheimnisverrat bekannt geworden sind.