Brandenburg wird auf der A 13 zwischen Spreewald-Dreieck und Schönefelder Kreuz in der zweiten Jahreshälfte die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 130 Kilometer pro Stunde reduzieren und ein Überholverbot für Lkw durchsetzen. Das kündigt Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) gegenüber der RUNDSCHAU an.

Tempolimit soll Unfallschwerpunkte entschärfen

Verkehrsexperten haben das Unfallgeschehen auf der Schnellstraße analysiert und dies ausdrücklich empfohlen, so Schneider. Auf der Strecke sind demnach sehr viele, auch schwere Unfälle zu verzeichnen. Örtliche Schwerpunkte sind indes nicht auszumachen.

Riskante Überholmanöver von Lkw-Fahrern, im Volksmund auch Elefantenrennen genannt, sollen verhindert werden. Deshalb werde auch auf mobile Tempokontrollen der Ordnungshüter gedrängt.

Lausitzer Wirtschaft protestiert gegen Tempolimit

Gegen diese Neuregelung hatte neben einigen Landespolitikern auch die Lausitzer Wirtschaft – vertreten durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus – protestiert. Jens Krause, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK sagte im Februar: „Aus Sicht der Wirtschaft werden mit dem Tempolimit sowie dem Überholverbot für Lkw die eigentlichen Probleme der A 13 nicht gelöst. Durch diese Maßnahmen können Auffahrunfälle auf Stauenden oder Baustellen kaum verhindert werden.“

Online-Umfrage spricht sich klar gegen Tempolimit aus

Eine Online-Umfrage der RUNDSCHAU zeigte damals ein ähnliches Bild. Etwa zwei Drittel von mehr als 1100 abgegebenen Stimmen sprachen sich gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung aus. Lediglich 34 Prozent waren für ein Tempolimit.

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