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| 12:27 Uhr

Soul-Konzert
Soul-Party im Staatstheater lässt das Publikum tanzen

 Das Publikum hält es nicht mehr auf den Sitzen und tanzt begeistert in den Zuschauerreihen mit.
Das Publikum hält es nicht mehr auf den Sitzen und tanzt begeistert in den Zuschauerreihen mit. FOTO: Staatstheater Cottbus / Marlies Kross
Cottbus. Gelungener Ausflug: Das Philharmonische Orchester und die hochkarätigen Musiker von Max and Friends entführen in die Welt des Jazz, Blues und Swing. Von Antje Posern

Das hat es bei einem Konzert des Philharmonischen Orchesters im Staatstheater so noch nicht gegeben: Die begeisterten Zuschauer hält es nicht mehr auf ihren Sitzen – sie swingen, tanzen, singen und jubeln auf den Rängen und in den Zuschauerreihen. Am Samstagabend hat hier eine große Soul-Party ihre Premiere erlebt. Das Orchester unter der Leitung des derzeitigen Cottbuser Chefdirigenten Alexander Merzyn entführte gemeinsam mit Max and Friends in die große Welt des Soul. Eine zweite Auflage folgte am Sonntagabend.

Als ein Brückenschlag zwischen Klassik, Jazz, Blues und Swing war das Konzert angekündigt worden. Und so passte der Auftakt mit George Gershwins „Rhapsody in Blue“, bei der sich Bandchef Maximilian Kraft als meisterlicher Pianist dem Cottbuser Publikum vorstellte, hervorragend ins Programm.  Gershwin hatte mit diesem Stück 1924 als erster Komponist Jazz und sinfonische Musik verbunden.

Im weiteren Verlauf waren es vor allem die drei Sängerinnen, die die Zuhörer zu Beifallsstürmen bewegten. Alle drei gehören zu den Besten im Bereich Soul in Deutschland. Zunächst stellte sich Lerato Sebele-Shadare mit dem Titel „At Last“ vor – Beyoncé hatte ihn bei den Amtseinführungsbällen der Obamas gesungen. Jessica Mears, die Kritiker mit der jungen Whitney Houston vergleichen und die diesen Weltstar bereits in Stuttgart im Musical „Bodyguard“ verkörperte, gewann die Herzen der Cottbuser sofort mit „It’s oh so Quiet“. Und Nathalie Dorra, vielen bekannt als Duett-Partnerin von Udo Lindenberg, führte sich in das Konzert unter anderem mit einem leidenschaftlichen Barbra-Streisand-Medley ein.

Spätestens nach der Pause wurde der Konzertabend zur großen Soul-Party, in der natürlich auch die unvergessene Whitney Houston gefeiert wurde. Als dann zum Abschluss bei „One Moment in Time“ die Handy-Taschenlampen auf den Rängen funkelten, war klar: Der Konzert-Ausflug in die Welt des Soul ist bestend gelungen und beim Publikum angekommen. Gern mehr davon!

 Das Publikum hält es nicht mehr auf den Sitzen und tanzt begeistert in den Zuschauerreihen mit.
Das Publikum hält es nicht mehr auf den Sitzen und tanzt begeistert in den Zuschauerreihen mit. FOTO: Staatstheater Cottbus / Marlies Kross