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Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis nimmt Form an

Cottbus. Die Planungen für eine Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Stasi-Gefängnisses in Cottbus sind in vollem Gange. Seit Freitag ist auch endlich etwas sichtbar, die Gerüste an dem Haupthaus I sind angebracht. Holscher/mho1

Die Baugenehmigung wurde am 6. September erteilt. „Es hat mit der Baugenehmigung ein bisschen länger als geplant gedauert, da das Gelände in staatlicher Hand war und der Stadt keine Unterlagen bezüglich des Kanals im Boden vorlagen. Dies hat sich dann aber geklärt“, sagt Sylvia Wähling, geschäftsführende Vorsitzende des Vereins Menschenrechtszentrum.

Bis Ende des Jahres müssen Fördergelder in Höhe von zwei Millionen Euro, die der Verein vom Land und Bund bekommen hat, verbaut werden. Die Landesmittel stammen aus dem DDR-Parteienvermögen. Neben den Sanierungsarbeiten laufen auch weitere Projekte auf Hochtouren. So wird der Verein Menschenrechtszentrum auch an der Nacht der kreativen Köpfe am 15. Oktober teilnehmen. An diesem Tag wird es Vorlesungen von ehemaligen Häftlingen und Gesprächsrunden geben.

Außerdem arbeitet der Künstler Gino Kuhn auf dem Gelände an einem besonderen Kunstwerk. So können Unterstützer mit einer Spende in Höhe von 20 Euro das Einbrennen eines Maueropfer-Namens in einen Ziegel unterstützen. Diese Ziegel sollen als Mahnmal der zentrale Punkt des Kunstwerkes werden. Kuhn wurde in der DDR zweieinhalb Jahre inhaftiert, weil er als Fluchthelfer aktiv war.