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Geburtstage und ein Cottbuser Sieger

Der Nachtlauf – im Vordergrund das RUNDSCHAU-Läuferteam – war ein Höhepunkt des Spreewaldmarathons.
Der Nachtlauf – im Vordergrund das RUNDSCHAU-Läuferteam – war ein Höhepunkt des Spreewaldmarathons. FOTO: Michael Helbig
Burg. Ein Sportwochenende mit Gewinnern und Geburtstagskindern: Sportmoderator Dieter Ignor und Speedskater Frank Adam feiern beim 13. Spreewaldmarathon ihren Geburtstag – und ein Cottbuser siegt über zehn Kilometer. Christian Köhler

Besser hätte es das Wetter mit den Sportlern am Sonntag im Spreewald nicht meinen können. Strahlender Sonnenschein begrüßt die Läufer in Burg, als sie pünktlich um 10.30 Uhr gestaffelt starten. Kurz nachdem sie auf die Piste gegangen sind, nutzt Spreewaldmarathon-Cheforganisator Hans-Joachim Weidner die Gelegenheit, der Cottbuser Moderatoren-Legende Dieter Ignor zum 80. Geburtstag zu gratulieren. "Viel Gesundheit und alles Gute", sagt Weidner. Im Anschluss gibt Ignor zu verstehen, dass er sich längst nicht zur Ruhe setzen will: "Ich habe immer noch einen vollgefüllten Terminkalender", sagt er mit einem Strauß Blumen in der Hand.

Auch Speedskater Frank Adam aus Kolkwitz feiert an diesem Wochenende Geburtstag, seinen 33., und krönt ihn mit der silbernen Skater-Krone.

Zum sechsten Mal beim Spreewaldmarathon dabei ist auch Marco Hintz aus Cottbus. Er hat schon als Kind mit dem Laufsport angefangen und seine Leidenschaft nie aufgegeben. Unter den Jubelrufen der vielen Zuschauer und den Trommeln der Cottbuser "Los Pepinos" gewinnt Hintz den Zehn-Kilometer-Lauf mit 34:44 Minuten. "Die letzten Male bin ich knapp geschlagen worden", erzählt er noch ein wenig aus der Puste, "aber jetzt hat es geklappt, hier zu gewinnen." Immerhin ist er fast drei Minuten schneller gewesen als Europameisterin Antje Möldner-Schmidt vom LC Cottbus, die nach ihrer Erkältung und einer Verletzungspause wieder Anschluss findet und den Spreewaldmarathon als willkommene Trainingseinheit nutzt. "Ich bin ganz zufrieden heute", sagt sie, "und über meine Zeit auch ein wenig überrascht."

Das sieht auch LCC-Vizepräsident Ulrich Hobeck so, der ebenfalls am gestrigen Sonntag die Laufergebnisse in Burg verfolgt und Möldner-Schmidt ein gutes Laufergebnis bescheinigt. "Ich genieße jedes Jahr dieses Sportevent", erzählt er. Besonders freue ihn, dass das Breitensportangebot im Spreewald immer mehr Anklang findet und dennoch nicht komplett durchprofessionalisiert ist. "Die Philosophie sollte bestehen bleiben: Jeder kann mitmachen", unterstreicht er. Das haben nicht zuletzt auch die Nachtläufe gezeigt, die am Samstag unzählige Läufer bei klirrender Kälte angezogen haben - ganz ohne Profis.