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Festtagsmenü
Gans schön lecker – und lehrreich

Gans großartig FOTO:
Burg. Die LAUSITZER RUNDSCHAU hat vier Leser zum Gansessen in die Bleiche geschickt. Das Fazit: Besser geht festliches Federvieh nicht.

Elisabeth und Ulrich Dommaschk sitzen auf den breiten Sofas im Foyer der Burger Bleiche. René Schreiber, Executive Chef im luxuriösen Spreewald-Hotel, hat bereits angefangen zu erzählen. Drei, vier Stunden wird er noch weiter reden. Über das Hotel, die Philosophie der Küche und über das Festessen par excellence: die Weihnachtsgans. „Das Essen steht heute Abend im Vordergrund“, sagt Schreiber, kurz nachdem auch Katrin und André Schenk aus Frauendorf eintreffen. Die beiden Ehepaare hatten den Abend bei einer Verlosung der RUNDSCHAU gewonnen: Profikoch Schreiber wird ihnen nicht nur ein viergängiges Gans-Menü servieren, er wird sie auch durch die Küchen des Hotels führen und erklären, wie er selbst die Gans zubereitet.

25 Jahre alt ist die Bleiche gerade geworden, erzählt Schreiber beim Rundgang durch Käse- und Weinzimmer, die kalten und warmen Küche, das Sternerestaurant 17fuffzig, während die vier glücklichen Gourmet-Gewinner bereits Gelegenheit haben, sich mit den verschiedenen Düften den nötigen Appetit zu holen, der fürs ausführliche Menü nötig sein wird. Mit geräucherter Gänsebrust startet ebendieses, dazu gibt’s Aprikosenchutney, Feldsalat und krossen Speck. Ein erster Höhepunkt, sagt Katrin Schenk. Eigentlich sei das schon ein schönes Abendbrot, fügt Elisabeth Dommaschk hinzu. Dabei hat das Abendbrot noch gar nicht richtig begonnen. Gänserahmsuppe gibt’s danach, verfeinert mit Apfelbrand. „Großartig“, findet André Schenk. Suppe und Soße, erklärt Schreiber, seien im Grunde das Gleiche – nur dass zur Suppe noch ein Schluck Sahne gehört, zur Soße Lebkuchen. Bis zur Soße zur Gans dauert es noch ein bisschen. Zuerst lädt Schreiber seine Gäste in die Küche, um ihnen zu zeigen, wie er die Gans zubereitet. Sie hat bereits einige Stunden bei niedrigen Temperaturen im Ofen hinter sich. Dann werden Brust und Keule ausgelöst und kurz angebraten.

Dazu gibt’s Rotkohl mit einer ungewöhnlichen Zutat. „Ich bin gespannt, ob Sie herausfinden, was da drin ist“, sagt Schreiber und die beiden Ehepaare beginnen zu rätseln. „Irgendwas ist anders“, sagt Ulrich Dommaschk, findet aber nicht heraus, was Schreiber dort eingerührt hat. „Zartbitterschokolade“, löst der Koch auf, nur eine Prise. „Die Klöße sind der Hammer“, sagt André Schenk und gönnt sich Nachschub, während die übrigen drei Gäste versuchen, das üppige Festtagsgericht zu bezwingen. Das Fazit – darüber sind sich alle vier einig – ist ein überaus positives. So gut hätten sie Gans noch nie gegessen. Ulrich Dommaschk überlegt, ob er Schreiber zu Weihnachten an den heimischen Herd einladen soll. An den Festtagen aber muss der Koch arbeiten.

Der Abend mit dem RUNDSCHAU-Lesern kommt auch ihm gelegen. Er nutzt die Möglichkeit, das neue À-la-carte-Restaurant „Die Schänke“ vorzustellen, das im kommenden Jahr eröffnet wird und auch Nicht-Hotelgästen offenstehen soll. Das Gans-Menü gibt es bereits jetzt – passend zur Adventszeit. „Einfach anrufen, reservieren und vorbeikommen“, sagt Schreiber und betont – bei allem Luxus in der Bleiche: „Wir sind ein ganz normales Restaurant.“ Offenbar mit sehr schmackhafter Gans, wie die RUNDSCHAU-Gewinner einhellig resümieren.

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