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| 15:29 Uhr

Karneval
Gesang darf in Gaglow nicht fehlen

Cottbus. Karnevalverein steht in den Startlöchern und ist für die neue Session gut vorbereitet. Von Stephan Meyer

Die Freude beim Gaglower Carneval Verein (GCV) ist indiesem Jahr besonders groß. Da der Sessionsbeginn am 11. November auf einen Samstag fällt, hofft Vereinspräsidentin Kathrin Hauck auf rege Beteiligung beim traditionellen Sturm aller Cottbuser Karnevalisten auf das Rathaus. Das komme den vielen berufstätigen Mitgliedern sehr entgegen. Bevor es zum Rathaus geht, starten die Groß Gaglower den Tag jedoch bei ihrem Vereinshaus, mit dem Hissen ihrer Fahne. Nach der „Entmachtung“ des Oberbürgermeisters Holger Kelch werden Karnevalisten aus dem Cottbuser Süden bei befreundeten Vereinen zu Gast sein.

Für die neue Session stehen bereits mehrere Termine im Kalender der Gaglower. Für die „Heut steppt der Adler“-Aufzeichnung am 26. Januar haben sie mehrere Ausschnitte aus dem neuen Programm eingereicht. Eine „rollende Bütt“ wird Nachwuchstalent Eva Unland halten. Für ihren Beitrag fährt sie auf einem Einrad auf die Bühne. „Die Bütt wird peppig, sportlich und modern sein“, verrät Kathrin Hauck. Unterstützt wird Eva von GCV-Urgestein Wilfried Hillebrand. Auch wenn das Gaglower Blümchen leider momentan gesundheitlich angeschlagen ist, glaubt der Verein fest daran, dass er wieder mit einer Bütt zum Programm beitragen wird. Neben einem gesprochenen Sketch, Musik vom Vereinsaushängeschild, der Grünen Garde, ist auch Funkenmariechen Leonie (16) mit von der Partie.

Die besten Ideen entstünden durch Zufälle, sagt Vereinsgründungsmitglied Hans-Joachim Nagel. „Und genau das ist der Clou an der ganzen Sache“. Stolz ist der GCV auf seine Gesangsdarbietungen. „Tanzeinlagen sind bei allen Vereinen im Programm, Gesang jedoch nicht häufig“, so Kathrin Hauck. Für die Auftritte in der aktuellen Session wird Vereinsmitglied Carola Baruvka zusammen mit der Blaskapelle „Die Fidelen Gaglower“ ihr Können zum Besten geben. Auch Sängerin Emely (16) darf die Ergebnisse ihrer Gesangsausbildung präsentieren. Die Vereinspräsidentin ist überzeugt: Der GCV biete ein ausgewogenes Programm.

Besonderer Höhepunkt der Enten, wie die Gaglower aufgrund ihres Vereinswappens auch genannt werden, ist wie immer die Weiberfastnacht. Für Außenstehende ist es nahezu unmöglich, an Karten heranzukommen. „Die werden vererbt“, sagt der zweite Vizepräsident Ulrich Zack verschmitzt. Die Warteliste sei bereits kurz nach dem Ende einer Karnevalssession übervoll, ergänzt Kathrin Hauck. Das sei einmalig in der Region. Fans hat der GCV nicht nur in Groß Gaglow. Zu den Auftritten kämen auch Gäste aus Berlin oder aus Sachsen, wie Zach und Nagel berichten. Da die Gaststätte, in der die Enten auftreten, nicht sehr groß ist, sind die Veranstaltungen wegen der großen Nachfrage oft schnell ausverkauft. Deshalb machen die Gaglower, im Unterschied zu anderen Vereinen, mehrere Programmaufführung in einer Session.

Einer der letzten Höhepunkte der Session ist der „Zug der fröhlichen Leute“, der am 11. Februar stattfindet. Dort wird es neben dem üblichen großen Wagen des GCV dieses Mal einen weiteren Wagen geben. Auf einem umgebauten Fischkutter werden die Sternchen des Vereins Platz nehmen. Auch für den GCV gilt: Nach der Session ist vor Session. Im Verlauf des Jahres werden sie sich wieder Inspirationen für die nächste fünfte Jahreszeit holen, wenn es wieder heißt: „Cottbus, Helau!“