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Fußweg an der Leipziger Straße soll für Radler freigegeben werden

Edgar Kraus ist auch mit 79 Jahren täglich mit seinem Rad unterwegs. Er schlägt vor den Gehweg an der Leipziger Straße auch für Radfahrer zu öffnen.
Edgar Kraus ist auch mit 79 Jahren täglich mit seinem Rad unterwegs. Er schlägt vor den Gehweg an der Leipziger Straße auch für Radfahrer zu öffnen. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Im kommenden Frühjahr könnte der Gehweg entlang der Leipziger Straße auch für Radfahrer freigegeben werden. Diesen Hinweis hat Edgar Kraus, Anwohner aus der Spremberger Vorstadt, der Straßenverkehrbehörde unterbreitet und stieß dabei auf offene Ohren bei Amtschef Manuel Helbig. Peggy Kompalla

Den gemeinsamen Vor-Ort-Termin vermittelte die RUNDSCHAU.

Die Leipziger Straße schlängelt sich durch die Spremberger Vorstadt und beschreibt vor dem griechischen Restaurant "Athos" eine Kurve. Genau an der Stelle hatte Edgar Kraus das Schlüsselerlebnis. Er wurde an einem Tag - auf dem Hin- und Zurückweg - zweimal von überholenden Autos so stark bedrängt, dass er fasst vom Fahrrad gefegt wurde. "Dabei ist der Fußweg nebendran so breit, dass auch Radfahrer bequem Platz haben", sagt der 79-Jährige und fragt: "Ist es denn nicht möglich, wenigstens auf der einen Straßenseite einen Radweg anzulegen?"

Beim Vor-Ort-Termin zeigt sich, dass viele Cottbuser das längst so handhaben. Auch seine Frau fühle sich nicht auf der Leipziger Straße sicher. "Hier leben vor allem Ältere. Muss denn unbedingt etwas passieren, bevor etwas geändert wird?" Die rhetorische Frage bleibt unbeantwortet. Dafür zeigt sich Manuel Helbig für den Vorschlag von Edgar Kraus offen.

"Wir sind dankbar für jeden Hinweis", betont der Verkehrsexperte. Ganz ohne Probleme ist der Vorschlag aber auch nicht. "Wir müssen sehen, wie wir die Radfahrer dann an der abbiegenden Hauptstraße in die Welzower Straße führen", sagt er. Das Problem sei noch zu lösen.

Grundsätzlich sei aber tatsächlich ausreichend Platz, um den reinen Gehweg zu einem kombinierten Fuß- und Radweg umzufunktionieren. Das sei durch Markierungen recht einfach möglich.

"Das wird aber nicht vor dem nächsten Frühjahr", erklärt Manuel Helbig. Edgar Kraus hat dagegen nichts einzuwenden. "Ich bin beruhigt, dass sich jemand mit dem Problem befasst."