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| 01:42 Uhr

Schulweg
Fußmarsch für Skadower Schüler nach Busfahrer-Irrtum

Huckepack von und nach Burg – Cottbusverkehr bietet ab Sonntag diesen Service für den Fahrradtransport.
Huckepack von und nach Burg – Cottbusverkehr bietet ab Sonntag diesen Service für den Fahrradtransport. FOTO: cv
Skadow. Ein Fehler eines Cottbusverkehr-Busfahrers hat einem achtjährigen Grundschüler aus Skadow einen zwei Kilometer langen Fußmarsch und seiner besorgten Mutter einen aufregenden Nachmittag beschert. Der Busfahrer hatte den Jungen in Döbbrick abgesetzt, obwohl der Grundschüler eigentlich bis ins benachbarte Skadow weiterfahren wollte. Von Sven Hering

Mit dem Bus geht es für einen achtjährigen aus dem Cottbuser Ortsteil Skadow zur Schule nach Sielow. Auch für die Rücktour nutzt er das Cottbusverkehr-Angebot. Das ist praktisch, denn die Bushaltestelle in Skadow befindet sich fast vor seiner Haustür.

Am vergangenen Donnerstag allerdings musste der Grundschüler bereits in Döbbrick den Schulbus verlassen. Er könne mit dem regulären Linienbus nach Skadow weiterfahren, der komme gleich, habe ihm der Busfahrer noch erklärt, sagt die Mutter. Für den Achtjährigen sei das eine völlig ungewohnte Situation gewesen. „Er war ja daran gewöhnt, immer bis nach Skadow zu fahren“, so die Mutter. Also habe er sich zu Fuß auf den Heimweg gemacht. Nach einer halben Stunde sei ihr Sohn, bepackt mit Schul- und Sporttasche, endlich in Skadow angekommen.

„Ich hatte mir schon große Sorgen gemacht, weil mein Sohn nicht zur üblichen Zeit zu Hause war“, sagt seine Mutter. Sie habe in der Zwischenzeit versucht, mehrere seiner Klassenkameraden zu erreichen. Einer habe ihr auch gesagt, dass ihr Sohn im Bus gewesen sei. „Man malt sich ja sofort die schrecklichsten Situationen aus – außerdem wurde es ja auch schon dunkel“, sagt die Skadowerin.
Cottbusverkehr-Chef Ulrich Thomsch ist der Vorfall „sehr peinlich“. Der Busfahrer habe sich in seinem Plan geirrt und gedacht, in Döbbrick sei für ihn an diesem Tag Endstation. Er habe den Jungen zwar noch auf den Linienbus hingewiesen. Doch man könne es dem Schüler ja nicht vorwerfen, dass er den Weg zu Fuß nach Hause gewählt habe. „Wir möchten uns für diesen Vorfall in aller Form entschuldigen, der Busfahrer wird das auch persönlich noch einmal bei der Familie tun“, sagt Thomsch.

Mit dem Bus fahren werde ihr Sohn natürlich auch weiterhin, sagt die Mutter – nicht nur, weil er eine Jahreskarte habe. „Es gibt nämlich auch Fahrer, die für richtig Spaß während der Tour sorgen“, betont die Skadowerin. So erzähle ein Busfahrer den Grundschülern regelmäßig Geschichten. „Davon berichten die Kinder immer ganz begeistert“, so die Mutter.