Von Roland Scheumeister,
Marco Kloss und Steven Wiesner

VfB Krieschow – FSV Luckenwalde 0:1 (0:0). T: 0:1 Rohde (64.); SR: Riemer; Z: 192; Krieschow: Amankona – Baumgarten, Lieschka, Jeschke, Bernhardt (84. Landmann) – Zurawsky, Savaris Lopes, S. Konzack – Gerstmann, Karow (73. Richter) – Kobelt (84. Pauling).

Das Duell der sehr unterschiedlich in die Saison gestarteten Oberligisten begann recht munter. Die durchaus ansehnlichen Spielszenen endeten jedoch fast immer an den Strafraumgrenzen. VfB-Torwart Amankona rettete bei einem Schuss Kwiatkowskis per Fußabwehr (16.). Die Gäste zeigten die beim VfB noch oft als zu gering bemängelte Wettkampfhärte und gingen da schon mal an die Grenzen. Als Gerstmann nach einem tollen Sololauf im Strafraum zu Fall gebracht wurde, befand der Schiedsrichter zu Recht auf Elfmeter, ließ sich aber von seinem Assistenten umstimmen. Amankona wurde mit einem strammen Schuss Flaths zur Glanzparade gezwungen.

Auf der anderen Seite landete unmittelbar vor der Pause ein Distanzschuss Baumgartens am Lattenkreuz. In der zweiten Hälfte erhöhte Luckenwalde den Druck, konnte aber kaum Torgefahr entwickeln. Erst als die Abwehr bei einem Einwurf nicht energisch dazwischen ging, konnte Rohde aus Nahdistanz einnetzen. Mit zwei guten Paraden hielt Amankona den VfB im Spiel, der im Schlussgang nur knapp den Ausgleich verpasste, als Kobelt den Ball freistehend um Haaresbreite verfehlte und Pauling in der Nachspielzeit nur den Außenpfosten traf.

„Am Willen und der Leistung meiner Mannschaft gibt es nichts auszusetzen. Wir haben in der Defensive wenig zugelassen. Im Offensivbereich fehlte, trotz guter Ansätze, allerdings noch die Durchschlagskraft. Speziell in der ersten Hälfte haben wir auf Augenhöhe mitgespielt. Unsere Debütanten Weslen Savaris Lopes und Danny Kobelt haben sich gut eingefügt und sich damit auch für weitere Einsätze angeboten. Wer weiß, welchen Verlauf das Spiel genommen hätte, wenn uns ein klarer Elfer nicht verwehrt worden wäre. So blieb am Ende unser Aufwand einmal mehr unbelohnt“, schätzte VfB-Trainer Toni Lempke das Geschehen ein. Jan Kistenmacher, Coach des FSV, sah es so: „Die Vorzeichen deuteten wir so, dass beide Oberligisten den nächsten Schritt in Richtung Finale machen wollen. Entsprechend ernst sind wir diesen Kick angegangen und haben eigentlich einen hitzigen Fight erwartet. Doch der niveauarme Verlauf spiegelte dann nicht unsere Erwartungen wider. Wir waren über 90 Minuten das bessere Team, erspielten uns aber zu wenig zwingende Chancen.“

FSV Brieske/Senftenberg – BW Petershagen-Eggersdorf 2:1 (1:0). T: 1:0 Schurig (20.), 2:0 Özcelik (65.), 2:1 Gohlke (85.), SR: Schultz, Z: 89.

Nach einem guten Beginn der Gäste aus der Brandenburg-Liga brauchten die Senftenberger etwas, um in die Partie zu finden. Der erste Schwung verblasste und die Knappen kombinierten sich durch die Zentrale zur Führung. Über Rietschel, Schmidt und Günther stand Schurig allein vor Rudolph und verwandelte. Der Treffer gab den Knappen Sicherheit und auch wenn Petershagen etwas mehr vom Spiel hatte, waren die Chancen durchaus übersichtlich. Die Versuche über Küter in die gefährlichen Zonen zu kommen, waren zu durchschaubar und einfach zu verteidigen.

Mit Wiederbeginn wusste Brieske die Räume weiter eng zu halten und überstand die zu schwachen Abschlüsse der Gäste sicher. Ein Traumpass für Packing-Statistiker von Rietschel brachte Özcelik zum Abschluss und der unermüdliche Arbeiter schob sicher zum 2:0 ein. Weitere gute Chancen zur endgültigen Entscheidung vergaben die Hausherren und mussten fünf Minuten vor dem Ende noch einmal zittern. Eine Eingabe verwandelte Gohlke zentral und ließ Petershagen kurz hoffen. Brieske verteidigte aber leidenschaftlich und hatte in Abwehrchef Malinski den besten Mann auf dem Platz.

Grün-Weiß Lübben – Brandenburger SC Süd 3:0 (1:0). T: 1:0 Rodrigues (45.+2), 2:0 und 3:0 Borchert (64./66.); SR: Belke; Z: 124.

Lübben hat den Oberligisten BSC Süd überraschend deutlich mit 3:0 bezwungen unter den Augen von Eduard Geyer. Der einstige Bundesliga-Trainer von Energie Cottbus war vom Lübbener Präsidenten eingeladen worden, um Ex-Schützling und Grün-Weiß-Coach Vragel da Silva zu besuchen. Der ranghöhere Gast hatte zwar mehr vom Spiel, die Spreewälder verdienten sich den Erfolg aber mit einer stabilen Abwehrleistung und niveauvollem Umschaltspiel. Womöglich hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können. Neuzugang Rodrigues leitete die Feierlichkeiten ein Sekunden vor dem Pausenpfiff. Einmal mehr war Neubauer wichtiger Wegbereiter für einen Lübbener Treffer.

Nach der Pause war dann der erst 18-jährige Borchardt per Doppelpack erfolgreich. Binnen zwei Minuten entschied der Youngster, der vor der Saison aus Luckau kam, die Partie. Mit Schloddarick hatte ein weiterer Jungspund einen der beiden Treffer eingeleitet. „Unsere schnellen Jungs vorne machen schon Spaߓ, freute sich Co-Trainer Oliver Keutel. Vor zwei Jahren war Lübben noch mit 1:4 gescheitert am BSC Süd in der 2. Runde. Keutel: „Da wir in der Vergangenheit immer schon früh ausgeschieden waren, ist die Freude nun umso größer. Ich weiß gar nicht, ob wir überhaupt schon mal im Achtelfinale waren.“ Waren sie. Letztmals erreichte Lübben im Jahr 2011 die Runde der letzten 16 durch einen 2:1-Sieg in der Verlängerung bei Brieske/Senftenberg.