Von Joachim Rohde

Traktor Laubsdorf – SV Wacker Ströbitz II 1:2 (0:2). Tore: 0:1 Weidner (5./ET), 0:2 Becker (17.), 1:2 Donath (62.). S: Wiemann, Z: 505, Rot: Hanuschka (90.+2/Laubsdorf)

Die 505 zahlenden Zuschauer bei diesem Kreispokal-Finale haben ihr Kommen ganz sicher nicht bereut. Bei besten äußeren Bedingungen sahen sie in der ersten Spielhälfte einen überlegenen Favoriten, der schon zur Pause hätte alles klar machen müssen, am Ende nochmal zittern musste – dann aber doch jubeln durfte.

Aber der Reihe nach: Vom Anpfiff an bestimmte Wackers Reserve das Spielgeschehen und ging früh in Führung. Eine scharfe Eingabe von der linken Seite, von Becker getreten, kam in den Fünf-Meter-Raum, wo Weidner beim Abwehrversuch den Ball ins eigene Tor lenkte – 0:1.

Dieses frühe Tor löste eine spielerische Euphorie beim Favoriten aus, der nun Fußball vom Feinsten bot – mit vielen Großchancen. Das 0:2 war eine logische Folge der Ströbitzer Überlegenheit. Spielführer Bläsner gab die Vorlage für Becker, der sicher verwandelte.

Die Laubsdorfer Traktorelf kam kaum zum Luftholen. Doch ein ganz anderer Underdog kam dann aus der Kabine. Einen Eckball von Spielführer Pohl netzte Donath wuchtig mit dem Kopf zum Anschluss ein. Danach spielte der Gastgeber wie entfesselt und brachte Wacker stark in Bedrängnis. Trotz des unverständlichen Leistungsabfalls verteidigten die Ströbitzer jedoch ihren knappen Vorsprung bis zum Abpfiff.

Wacker-Trainer Marco Mrosek befand abschließend: „Wir hätten nicht in diese Situation kommen brauchen, wenn wir unsere vielen Chancen in der ersten Hälfte genutzt hätten.“ Mrosek fügte hinzu: „Da wir am Landespokal nicht teilnehmen können, wünschen wir Laubsdorf ähnliches wie im Kreispokal.“

David Chollee, der Vorsitzende des Fußballkreises Niederlausitz urteilte: „Es war ein tolles und spannendes Finale.“