Von Jürgen Sünder

Am Wochenende begann für die meisten Vereine des Fußballkreises Niederlausitz mit der ersten Runde des Intersport Kreispokals der Ernst des Pflichtspielbetriebs. In den acht Spielen des Samstags gab es zumeist deutliche Spielausgänge. In den sieben Partien „Außenseiter gegen Favorit“ lautete das Torverhältnis am Ende 50:1.

Von Spannung geprägt war nur das Spiel des Kreisligaabsteigers ESV Forst gegen den BSV Tschernitz, künftiger Konkurrent in der 1. Kreiskasse. Die Gäste präsentierten die etwas bessere Spielanlage und hatten nach wechselnder Torfolge mit zwei Treffern in den letzten fünf Minuten der Verlängerung zum 2:4 das bessere Ende für sich.

Der Sonntag brachte dann in 21 Begegnungen zweimal das Poka-Aus für Favoriten und einige turbulente Partien. So musste Kreisoberligaaufsteiger Klein Gaglow bei Kreisligist Branitz durch das Gegentor zum 3:2 in der 88. Minute die Pokalsegel streichen. Kreisligist Kölzig/Gahry lag in Preilack zur Pause mit 2:1 im Rückstand, was dann auch schon der Endstand war.

Die meisten Zuschauer lockten die Derbys Hornow gegen Spremberger SV (237) und Straupitz gegen Burg (170) an, wobei sich in beiden Fällen die höherklassigen Teams recht sicher durchsetzten. Burg siegte 2:0 und Spremberg führte bis zur 88. Minute 2:0, ehe Hornow der am Ende für das Weiterkommen unbedeutende Anschlusstreffer gelang.

Mit Toren in der letzten Minute setzten sich Skadow gegen Sachsendorf (2:1) und Schorbus in Jänschwalde (2:3) durch. Die SG Willmersdorf hoffte gegen die SpG Drachhausen/Fehrow spätestens nach dem 2:0 in der 51. Minute ernsthaft auf eine Überraschung, doch die Gäste egalisierten bereits in der 65. Minute und siegten dann in der Verlängerung mit 4:2.

Ebenfalls in die Verlängerung ging die Partie Drehnow gegen Welzow. Hier fiel das 1:0 für den Gastgeber erst in der 80. Minute. Nach dem schnellen Ausgleich hieß es nach 88 Minuten 2:1. Doch die Borussia rettete sich in der Nachspielzeit durch einen Strafstoß in die Verlängerung. In dieser kassierte Drehnow zunächst eine gelb-rote Karte (93.) und vier Minuten später den K.o.

Spektakulär war auch der Verlauf des einzigen Duells von zwei Kreis­oberligisten in der ersten Runde. Die SG Sielow führte gegen die SpG Briesen/Dissen zweimal. Doch Christian Rinza, der schon vor der Pause die Führung des Gastgebers egalisiert hatte, riss die Schwarz-Gelben mit einem Viererpack zum 2:5 in den letzten gut 20 Minuten aus allen Pokalträumen.

1. Runde

1. FC Guben II – SC Spremberg 0:7 (0:3)

SG Dissenchen/Haasow – SG Graustein 7:0 (4:0)

TV 1861 Forst – FSV Spremberg 0:4 (0:2)

SpG SV BW Spremberg/SV Döbbern – SV Einheit Drebkau 0:7 (0:4)

TSV Groß Schacksdorf – SV Wacker Ströbitz II 0:9 (0:4)

ESV Forst – BSV Chemie Tschernitz 2:4 n.V. (2:1, 2:2)

BSV Cottbus Ost – VfB Krieschow U23 0:10 (0:3)

SG Kausche – SpG Burgneudorf/LSV Neustadt II 6:1 (5:0)

SV Blau-Weiß Straupitz – SG Burg 0:2 (0:1)

SV Eiche Branitz – SG Blau-Weiß Kein Gaglow 3:2 (2:1)

SG Willmersdorf – SpG Drachhausen/Fehrow 2:4 n.V. (1:0, 2:2)

SV Komptendorf – SG Eintracht Peitz 0:2 (0:1)

Bärenklauer SV – SV Döbern 0:11 (0:4)

Schmogrower SV – SV Fichte Kunersdorf 0:7 (0:4)

VfB Döbbrick – SV Guhrow 2:3 (1:0)

SV Leuthen/Oßnig – SV Motor Saspow 1:4 (1:1)

FSV Schwarz Weiß Keune – SpG TSV Cottbus/SV Kiekebusch 2:4 (1:2)

SV Eintracht Schlichow – SV Adler Klinge 1:6 (1:3)

SG Sielow – SpG Briesen/Dissen 2:5 (1:1)

SV Rot Weiß Merzdorf – SG Groß Gaglow 0:8 (0:4)

SV Eintracht Drehnow – SV Borussia Welzow 2:3 n.V. (0:0, 2:2)

SV Preilack – SpG Kölzig/Gahry 2:1 (2:1)

SV Fortuna Skadow – SG Sachsendorf 2:1 (1:0)

SG Glinzig – FSV Viktoria Cottbus 0:10 (0:3)

SG Jänschwalde – SG Blau-Weiß Schorbus 2:3 (2:2)

TSV Hertha Hornow – Spremberger SV 1:2 (0:1)

SV Blau-Weiß Drewitz – SV Lausitz Forst 0:8 (0:3)

SG Werben/Müschen-Babow – Kolkwitzer SV 0:3 (0:3)

Kahrener SV – VfB Cottbus 1:5 (0:1).