Von Roland Scheumeister

VfB Krieschow – Askania Bernburg 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Dahm (8.), 1:1 Podleska (87.); Schiedsrichter: Eckert (Großröhrsdorf); Zuschauer: 420
Krieschow: Pflug – Bernhardt (60.Gerstmann), Knapczyk, L.Konzack, Ladwig – Pahlow, S.Konzack, Dahm, Schmidt (64.Richter) – Karow (88.Hebler), Lindner.

Mit einem erneut stark umgebautem Aufgebot ging der VfB Krieschow am Ostermontag personell an sein Limit. Dennoch schöpfte die Mannschaft gegen Bernburg Hoffnung, als Pahlow den Ball eroberte und Dahm einsetzte, der nach Zusammenspiel mit Lindner schon in der achten Minute ins lange Eck traf.

Krieschow blieb zwar am Drücker. Die Anhaltiner bescherten den Hausherren aber dennoch einige brenzlige  Situationen, bei welchen sich aber stets ein Abwehrspieler zum Ausbügeln fand und Torwart Pflug Herr der Lage war.

In der zweiten Hälfte verflachte das Niveau. Die Askanen drängten auf den Ausgleich, agierten aber bei ihren  Abschlüssen zu harmlos. Der VfB war bis dato dem 2:0 näher. So köpfte Lindner (49.) haarscharf am Tor vorbei und Schmidt verzog, nach mustergültigem Zuspiel von Gerstmann, freistehend aus Nahdistanz (64.).

Bernburg mobilisierte noch einmal alle Kräfte, hatte diesbezüglich im Schlussgang mehr in die Waagschale zu werfen und traf prompt, als die Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam.

Mit nur acht Rückrundenzählern ist Krieschows optimale 23-Punkte-Polster des Herbstes nun fast aufgebraucht. In den letzten fünf schweren Partien muss noch nachgelegt werden, um auch das zweite Oberliga-Jahr über dem Strich abzuschließen.

Beide Trainer werteten das Remis vom Ostermontag am Ende als gerechtes Resultat. Bernburgs Tobias Donath meinte: „Krieschow verpasste die Chancen zur Entscheidung. Umso mehr freut es mich, dass sich meine Truppe für den erhöhten Aufwand im zweiten Durchgang belohnt hat.“

Für den enttäuschten Toni Lempke fühlte sich das 1:1-Unentschieden indes wie eine Niederlage an: „Die Jungs haben alles gegeben und vieles richtig gemacht“, lobte Krieschows Coach und betonte: „Nachdem uns alle vier gelernten Innenverteidiger ausfielen, haben Philipp Knapczyk und Lars Konzack diesen Part sehr ordentlich besetzt. Bei der verpassten Riesenchance zeigte sich schmerzlich, wie sehr uns ein kaltschnäuziger Vollstrecker  á la Andy Hebler fehlt.“