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Funkenrock mit Sanitäteruniform getauscht

Cottbus. Wenn sich am Sonntag der Zug der fröhlichen Leute in Cottbus um 13.11 Uhr in der Franz-Mehring-Straße in Bewegung setzt, dann haben der Vorstand des Karneval Verbandes Lausitz und die Festkomiteemitglieder die größte Arbeit schon geleistet. jul1

Bis dahin sind die Sicherheitsvorkehrungen für einen reibungslosen Ablauf abgeschlossen. Auch Vanessa Krause wird am Sonntag ein Mosaikstein im Sicherheitsportfolio des Karnevalsumzuges sein. Die 16-Jährige hat die Seiten gewechselt. Durch ein Schulprojekt hat die Schülerin die Johanniter kennengelernt und Spaß an deren Arbeit gefunden. Jetzt geht sogar ihr Berufswunsch in die medizinische Richtung. Mittlerweile hat sie viele Qualifikationen absolviert und wird am Sonntag als Sanitäterin unterwegs sein. Ein bisschen wird ihr dabei aber das Herz bluten, denn acht Jahre lang hat sie bei der Funkengarde der Narrenweiber mitgetanzt, ist im Funkenkostüm mitgelaufen beim Zug der fröhlichen Leute. Aus Belastungsgründen musste sie sich für ein Hobby entscheiden und so hat sie den Funkenrock gegen die Johanniter-Uniform getauscht. Beim Karnevalsumzug ist so aber trotzdem dabei.

Im Interesse der Gesundheit und des Wohlbefindens der Zuschauer und Akteure arbeiten die Karnevalisten in bewährter Weise mit der Sondereinsatzeinheit Sanität der Stadt Cottbus zusammen. Dahinter verbergen sich Helfer vom DRK und von der Johanniter-Unfallhilfe Südbrandenburg. Am Sonntag werden die Gesundheitsengel in ihren roten Jacken mit weißem Kreuz und in den gelb-roten Jacken wieder in großer Zahl die Umzugsstrecke und das Festzelt auf dem Viehmarkt betreuen. "Die Johanniter stellen knapp 30 Einsatzkräfte, sechs eigene Kranken- und Rettungswagen, einen eigenen Geräte-Verpflegungswagen für die Versorgung der Einsatzkräfte und vier Einsatzfahrzeuge des Katastrophenschutzes der Stadt Cottbus, die sich im Bestand der Johanniter befinden. Das sind ein Gerätewagen-Sanität und drei Kranken- und Rettungswagen", war von Andreas Berger-Winkler zu erfahren.

Frank Groba vom Deutschen Roten Kreuz kündigte fast 100 Einsatzkräfte an. "Wir holen sogar zusätzliche Helfer aus Doberlug-Kirchhain und aus dem Landkreis Oder-Spree, mit denen wir im Katastrophenfall sowieso zusammenarbeiten würden. So können wir das gleich mal üben."