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| 02:33 Uhr

Frösche in der Zinkwanne und Vogelhäuser in Pastell

Buntes Treiben am Wochenende auf dem Burger Festplatz: Die vielen Händler, darunter 40 Töpfer, zogen viele Besucher an.
Buntes Treiben am Wochenende auf dem Burger Festplatz: Die vielen Händler, darunter 40 Töpfer, zogen viele Besucher an. FOTO: Marion Hirche/jul1
Burg. Schon zum 13. Mal fand am Wochenende auf dem Burger Festplatz der Töpfermarkt statt. Zahlreiche Besucher folgten der Einladung, stöberten, kauften, schlemmten und lauschten dem Bühnenprogramm. "Es sind wieder 40 Töpfereien aus ganz Deutschland, aus Polen und Ungarn hier vertreten", war von Veranstalterin Rica Neels zu erfahren. Die Inhaberin der gleichnamigen Veranstaltungsagentur ist Expertin für Töpfermärkte, so gestaltet sie auch den Cottbuser Töpfermarkt. Marion Hirche/jul1

Frösche, wohin das Auge schaut, das gab es am Stand von Helmut Gorlewski aus Walsrode. Die Figuren präsentieren sich als grüne Patscher, die genüsslich in der Sonne liegen und als sprungbereite Quaker. Der Knüller sind die kleinen Keramikwesen, die in Wasser gefüllten Zinkwannen präsentiert werden.

Neben den Fröschen schwimmen in den zahlreichen Wannen auch Fische. Und wer genau hinschaut, entdeckt auch einen Wassermann, der frech aus dem nassen Element hinauslugt. Von den schwimmenden Fröschen hat sich Heiner Zuber aus Ingolstadt animieren lassen. Der Burg-Urlauber aus Oberbayern kaufte ein kleines Quaktier: "Ich habe zu Hause auch so eine Zinkwanne und da kommt der rein". Frösche waren an vielen Töpferständen zu entdecken: als Motive auf Kindergeschirr, als große grün-gelbe dicke Gartenfiguren oder als kleine zarte Hüpfer für das Regal.

Viele Kunden kamen auch ganz gezielt zum Burger Töpfermarkt. Susanne und Thomas Troppa aus Werben kamen, um sich bestellte Stücke abzuholen. Vor Jahresfrist hatten sie bei Hans Näther aus Baruth ein Geschirrset gekauft, besuchten ihn dann in seiner Werkstatt und holten an diesem Wochenende die neuen bestellten Stücke bei ihm ab.

Hans Näther zeichnete sich in Burg wieder als Töpfer aus, der die Craquelee-Technik beherrscht. Auch Carola Wehner aus Elsterwerda gehört schon zu den Traditionsgästen beim Burger Töpfermarkt und hat auch ihre Fans: "Ich habe schon Frühstücksgeschirr bei ihr gekauft und jetzt kommt jedes Jahr ein neues Stück dazu, 2015 war es ein Milchkrug und jetzt kommt ein großer Kaffeepott dazu", verriet Ingrid Meinicke aus Cottbus, die auf die Teller und Behälter in flammrot mit weißen Punkten steht. Auch Töpferin Kerstin Schnur aus Arendsee wusste von "Wiederholungstätern" an ihrem Stand zu berichten.

Sie bot ganz besondere Gartenkeramik, Figuren die zum Schmuck jedes grünen Areals werden können, an. "Zu mir kommen nicht so die Urlauber, sondern die Einheimischen, die ihre Pensions- und Hotelgärten noch verschönern wollen."

Egal ob die Mohnblumentassen von der Burgerin Elke Piezonka, die weiße Zitronenpresse aus Barbaras Keramiktruhe aus Vierlinden, die Pflanzenstecker von Ralf Siewert aus Kolkwitz, die Keramik-Drachen von Birgit Werner aus Limberg und auch das Vogelfutterhaus in Pastellfarben von Gemma Graf aus Cottbus und die feengleichen Frauenfiguren von Katarzyna Gzeskowiak aus dem polnischen Poznan - sie alle fanden Interessenten.

Dazu freuten sich die Besucher des Marktes auch über Holz- und Lederschmuck, Tischdecken, Kindersachen, Holzspielzeug, selbst gemachte Seifen, Hüte, Taschen, Bekleidung und allerlei Schlemmereien von Aal bis Zucker auf Hefeplinsen, alles serviert mit einheimischer Musik von der Bühne.

Mehr Bilder vom Töpferfest auf www.lr-online.de/bilder